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Österreicher gehören zu den fleißigsten Onlineshoppern in Europa

27.02.2019

Starkes Wachstum beim Cross-Border-E-Shopping, die zunehmende Bedeutung von M-Commerce und die große Zufriedenheit der E-Shopper mit dem Onlineeinkauf sind europaweit die wichtigsten Trends beim Onlineshopping.

Dies sind Ergebnisse einer Befragung durch das Umfrageinstitut Kantar TNS im Auftrag der DPDgroup. Im Zeitraum Juni und Juli 2018 wurden mehr als 24.000 Online-Shopper in 21 europäischen Ländern und Russland befragt – darunter 1.003 Personen in Österreich.

Österreicher bestellen zu 84 Prozent in Europa

Europaweit haben 58 % der E-Shopper in der ersten Jahreshälfte 2018 Waren auf ausländischen Websites gekauft. In Österreich sind das sogar 71 %. Am häufigsten suchen österreichische E-Shopper Marken oder Angebote, die vor Ort nicht verfügbar sind innerhalb von Europa (84 %), in China (41 %) und in den USA (29 %). „Im europäischen Onlinemarkt nimmt Deutschland mit 72 Prozent die Topposition ein, gefolgt von Großbritannien mit 27 Prozent und Italien mit 10 Prozent“, erläutert Rainer Schwarz. Unter jenen, die noch nie auf einer ausländischen Website eingekauft haben, denkt ein Drittel darüber nach, damit zu beginnen.

52 % nutzen Smartphone für E-Shopping

46 % der europäischen E-Shopper nutzen ein Smartphone für den Onlineeinkauf. Dies ist ein Zuwachs von 7 % gegenüber 2017. Österreich liegt mit 52 % dabei sogar über dem europäischen Durchschnitt. An erster Stelle liegt nach wie vor der Laptop: 59 % der Österreicher nutzen ihn (Europadurchschnitt: 60 %). Über den Desktop bestellen 48 % (Europadurchschnitt: 50 %). „Smartphones werden immer häufiger für Interneteinkäufe verwendet, insbesondere unter den Heavy Buyer und den Millennials.

Viele Neueinsteiger

15 % der E-Shopper haben erst vor weniger als zwei Jahren begonnen, online einzukaufen. Diese Gruppe ist ein kleines, aber wichtiges Segment der E-Shopper. Sie haben hohe Erwartungen, wollen ein einfaches Onlineeinkaufserlebnis, sorgen sich um sichere Zahlungen und Datenschutz. Nahezu die Hälfte (40 %) sind Heavy Buyer mit europaweit 32 und in Österreich 24 Einkäufen pro Jahr. „Diese Gruppe wird von Millennials dominiert, die sehr aktiv in sozialen Medien sind und daher die Dynamik des gesamten ECommerce-Marktes prägen“, so Rainer Schwarz.

Was wird gekauft?

Bei den gekauften Warengruppen steht Mode mit 54 % an erster Stelle (Europadurchschnitt: 47 %), gefolgt von Büchern mit 42 % (Europadurchschnitt: 37 %) und Schuhen mit 39 % (Europadurchschnitt: 39 %). In den Kategorien Kleinmöbel, Haushaltsgeräte und Hightech-Produkte weist die Studie ein großes Wachstumspotenzial auf. Bezahlt wird in Österreich zu 40 % per Rechnung und zu 35 % durch Banküberweisung. 35 % der Onlinekäufer wünschen sich dabei mehr Zahlungssicherheit.

Paketdienstleister für 68 % wichtig

Europaweit halten 72 % der E-Shopper es für wichtig, im Moment der Kaufentscheidung zu wissen, wer der Paketdienstleister ist. In Österreich liegt dieser Wert leicht darunter – hier sind es 68 %. „Dieser Wunsch geht entweder auf eine positive oder negative Erfahrung in der Vergangenheit zurück. Für 48 Prozent der Österreicher ist es einfach ein sicheres Gefühl, wenn sie wissen, wer das bestellte Paket zustellt“, weiß Rainer Schwarz. Die Österreicher lassen sich ihre Pakete vorwiegend direkt nach Hause (86 %) zustellen. Nur 12 % geben einen Paketshop und 9 % den Arbeitsplatz als Zustellort an.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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