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Österreicher kaufen 900 Mio. Eier im Jahr

18.03.2005

Der jährliche Verbrauch von Schaleneiern (frische und gekochte Eier) in den österreichischen Haushalten hat sich auf rund 900 Mio. Stück eingependelt. Immer mehr Eier werden über den Lebensmitteleinzelhandel bezogen, etwa jedes zweite Ei stammt aus alternativen Haltungsformen. Dies geht aus der jüngsten RollAMA-Studie zum Einkaufsverhalten der Österreicher im Jahr 2004 hervor.

Noch im Jahr 2001 bezogen fast 60% der Konsumenten die Eier über alternative Vertriebsquellen wie zum Beispiel Bauernmärkte oder den Ab-Hof-Verkauf und nur rund 40% über den Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Im Jahr 2004 hat sich dieses Verhältnis fast umgekehrt. Über 59% der Konsumenten bezogen im Vorjahr ihre Eier über den LEH. Von den Haushalten wurden im Jahr 2004 rund EUR 164 Mio. für Eier ausgegeben, davon rund EUR 100 Mio. im Lebensmitteleinzelhandel. Der Bruttoverbrauch an Eiern in Österreich liegt bei rund 1,8 Mrd. Stück, wenn man auch den Bedarf einrechnet, den die verarbeitende Lebensmittelindustrie in diesem Bereich hat.

Rund 46% der heimischen Eier, die im LEH verkauft wurden, kamen 2004 aus Käfighaltung. Der andere Teil wurde aus Bodenhaltung (22%), Freilandhaltung (19%) und aus Bio-Freilandhaltung (13%) geliefert. Die 40- bis 50-Jährigen haben im Vorjahr der Freilandhaltung den größten Vorzug gegeben. Lediglich 34% dieser Altersgruppe kauften Käfigeier. Auffällig ist auch, dass die Kaufkraft das Kaufverhalten beeinflusst. In den höheren Einkommensklassen ist man laut RollAMA eher bereit, zu Freilandeiern zu greifen.

Der durchschnittliche Jahreseinkauf eines Österreichers liegt bei 112 Eiern. Die Tiroler lagen 2004 beim Einkauf mit 127 Eiern pro Kopf an der Spitze, gefolgt von den Burgenländern (122 Eier) und den Niederösterreichern (120 Eier). Im untersten Feld lagen Wien mit 103 Eiern Jahreseinkauf, Vorarlberg mit 100 und als Schlusslicht Kärnten mit 98 Eiern pro Kopf und Jahr. Generell gilt, dass in jenen Altersklassen, die der Kochkunst am heftigsten frönen, der Eierverbrauch am höchsten ist. Die Gruppe mit jenen Haushaltsführern, die älter als 60 Jahre sind, schlägt dabei mit 162 Eiern pro Kopf und Jahr zu Buche.

"Sowohl im LEH als auch in den alternativen Vertriebsquellen ist das Preisniveau über die Jahre etwas gestiegen. Wer die Eier beim Bauern oder auf Märkten kauft, steigt im Durchschnitt etwas günstiger aus. Grundsätzlich gilt, dass der Preislevel von Käfig- und Bodenhaltungseiern relativ nahe beieinander liegt, während Eier aus Freilandhaltung ein höheres Preisniveau ausweisen", erläutert Klaus Hasler, Produktmanager für den Eier-Bereich in der AMA Marketing.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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