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Den Österreichern ist es besonders wichtig Lebensmittel-Müll zu vermeiden

Österreichern ist Lebensmittel-Müll Dorn im Auge

30.03.2017

Die Umfrage von Whitebox hat ergeben, dass die heimischen Konsumenten ein Problem mit dem Lebensmittel-Müll haben, mehr über die Herkunft und Herstellung der Lebensmittel wissen wollen und an alternativen Bezugsquellen interessiert sind.

Das Linzer Marktforschungsunternehmen Whitebox hat im Februar die Österreicher zu ihren Einstellungen und Wünschen beim täglichen Lebensmitteleinkauf befragt. Befragt wurden 69 Prozent Frauen und 31 Prozent Männer, was in etwa der Gender-Verteilung beim Lebensmitteleinkauf entspricht. Die Ergebnisse waren überraschend und soziodemografisch unterschiedlich.

Kein Essen sinnlos vergeuden

Dominiert hat das Schlagwort „Foodwaste“.  94 Prozent aller Österreicher ist das Wegwerfen von Lebensmittel ein Dorn im Auge, sprich sie achten darauf kein Essen wegzuwerfen oder den Lebensmittel-Müll zu minimieren. Nur ein paar Prozent weniger (91%) wollen wissen, wo die Lebensmittel herkommen und wie sie hergestellt sind. Besonders ausgeprägt sind diese beiden Punkte bei den Frauen. Immerhin sind es Frauen, die zu rund 70 Prozent für den täglichen Einkauf verantwortlich sind. An dritter Stelle (84%) stehen regionale Produkte.  Es folgen in der Wichtigkeit: Saisonale Produkte (83%), was Produkten zugesetzt wird (75%), klimaschonende Transportwege (57%) und Bio-Produkte (54%). Einige Punkte sind schon im Fokus von Handel und Produzenten, da und dort gibt es aber noch echten Handlungsbedarf.

Qualität darf was kosten

Ebenso klar wird der Wunsch nach alternativen Bezugsquellen abseits des klassischen Lebensmittelhandels artikuliert. 55 Prozent der Österreicher sind mit dem Angebot, das unsere Supermärkte liefern zwar grundsätzlich zufrieden, dennoch wünscht man sich mehr Angebots- und Distributionsvielfalt. Rund 80 Prozent aller Österreicher sind bereit, für österreichische Produkte vom Bauernhof mehr zu bezahlen. Das Einkaufen auf Märkten – wie dem Naschmarkt, Brunnenmarkt oder  Karmelitermarkt – hat in Wien mit 20 Prozent Bedeutung einen rund dreimal so großen Stellenwert wie in Restösterreich. Dort steht wiederum die Direktvermarktung beim Bauern auf Grund der geografischen Nähe doppelt so stark im Fokus wie bei den Wienern.  Trotzdem werden, österreichweit gesehen, 84 Prozent der Lebensmittel im Supermarkt, also Lebensmitteleinzelhandel, eingekauft. Aber auch da unterscheidet sich Wien (90%) von Rest-Österreich (82%).

Absolute Frische bei Gemüse

Besonderes Augenmerk legt die Studie auf die Präferenzen der Österreicher in den Frische-Warengruppen. Interessantes Detail: Bei der Frage nach Frische-Produkten aus landwirtschaftlicher Produktion werden nach dem Gemüse gleich die Eier genannt, noch vor der Milch. Auch bei der Gesamtwertung der wichtigsten Produkte liegen Eier noch auf Platz 3, gleich hinter Gemüse und Fleisch. Dass Eier mit nicht ganz drei Prozent Marktanteil in der Frische derart stark im Bewusstsein der Österreicher verankert sind, erklärt auch die Führungsrolle der Eier, wenn es um Direktvermarktung und Bio geht.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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