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Österreichischer Biermarkt wächst – Risiko: Überkapazitäten

10.10.2007

Der Bierabsatz wird in Österreich in den kommenden fünf Jahren leicht steigen. An Marktanteilen gewinnen werden vor allem Biermischgetränke , Weizenbier und Bioprodukte.

Da Österreich aber über die größte Dichte an Brauereien in der gesamten EU verfüge, müssen die Brauereien auf drohende Überkapazitäten reagieren, warnt das Beratungsunternehmens KPMG in einer kürzlich veröffentlichten Studie.
Die Analyse beruht auf einer Befragung von 63 Brauereien durch die KPMG. 2006 erzielte die österreichische Brauwirtschaft einen Gesamtausstoß von 8,8 Millionen Hektolitern Bier, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 109 Litern entspricht.
Hauptergebnis der KPMG-Analyse: "Berücksichtigt man das Marktumfeld, die anstehende Fußball-EM und die steigenden Exporterwartungen, ist eine positive Entwicklung des österreichischen Biermarktes überaus realistisch", erklärte Peter Humer, Studienautor und Partner bei KPMG. Für die nächsten fünf Jahre wird ein Wachstum von insgesamt fünf Prozent erwartet. Für den deutschen Biermarkt wird im Gegensatz dazu im gleichen Zeitraum ein Minus von bis zu fünf Prozent gesehen.

Verstärktes Wachstum erwarten sich die Brauereien vor allem bei Biermischgetränken, Weizenbier und Bio-Produkten. Der Absatz über den Discounter, den Lebensmitteleinzelhandel sowie im Export und im Verkauf in der Kernregion wird von Österreichs Brauereien mittelfristig als wachstumsträchtig eingeschätzt. Lediglich bei Getränkeabholmärkten und in der Gastronomie wird ein Umsatzrückgang erwartet.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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