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Für die Lebensmittelindustrie ist es "5 vor 12" um die Produktdaten im Sinne der neuen Lebensmittel-Informationsverordnung rechtzeitig bereitzustellen.

Österreichischer Handel macht Druck

30.09.2014

Aufgrund der neuen Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) müssen ab 13. Dezember 2014 für den Endverbraucher im Onlinehandel, bei Bedientheken und in der Gastronomie alle Pflichtangaben der Waren zur Verfügung stehen. Damit diesbezüglich alles glatt läuft, sollte laut GS1 Austria, die dafür ein Stammdaten-Service anbieten, die Datenerfassung noch im Oktober abgeschlossen sein.

Die neue Lebensmittel-Informationsverordnung, die mit 13. Dezember 2014 in Kraft tritt, sieht unter anderem die Verpflichtung zur Kennzeichnung von allergenen Stoffen bei vorverpackten Lebensmitteln als auch bei unverpackten Lebensmitteln sowie Produktinformationen beim Online-Verkauf vor dem Bestellvorgang vor. Das heißt, dass die heimischen Handelsunternehmen rechtzeitig vor dem Start die erforderlichen Produktinformationen von ihren zuliefernden Geschäftspartnern brauchen. Um auch wirklich alles rechtzeitig auf Schiene zu bekommen, wäre es daher gut, wenn die vollständigen und richtigen Produktdaten den Handelsunternehmen spätestens am 31. Oktober zur Verfügung stehen würden. Der Lebensmittelindustrie bleiben somit nur mehr wenige Wochen zur Bereitstellung der Daten. „Aktuell haben sich rund 460 Lieferanten für die Nutzung von GS1 Sync entschieden und befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Umsetzung“, berichtet Mag. Manfred Piller, Projektverantwortlicher für GS1 Sync bei GS1 Austria. Die Einschulungen der Dateneinsteller, die Erfassung der Daten durch die Lieferanten und die Abwicklung des Qualitätsprozesses laufen also auf vollen Touren.

Am 13. Dezember 2014 ist es zu spät
GS1 Austria rät dringend, die Dateneinstellung in GS1 Sync so rasch wie möglich abzuschließen. Denn einige Handelsunternehmen werden schon ab 1. Oktober 2014 nur mehr Daten aus GS1 Sync entgegennehmen, die den GS1 Sync Qualitätsprozess durchlaufen haben. Zu den österreichischen Handelsorganisationen, die GS1 Sync unterstützen, gehören Markant, Metro, MPreis, Rewe und Spar. Für die Lieferanten bedeutet das, dass die Produktdaten nur einmal erfasst werden und dann den Handelspartnern zur Erfüllung der LMIV zentral zur Verfügung stehen. Zahlreiche Überprüfungen von Produktdaten wurden von GS1 Austria schon vorgenommen. Die Erfahrungen daraus, Lösungsvorschläge für Sonderfälle sowie eine Vorgabe für die Datenerfassung von noch nicht auf die LMIV umgestellten Produkte hat GS1 Austria unter www.gs1.at/gs1sync zusammengefasst. „Am 13. Dezember 2014 ist es definitiv zu spät“, warnt auch Mag. Richard Fanta, Bundesgremialgeschäftsführer des Lebensmittelhandels der Wirtschaftskammer Österreich: „Fakt ist, dass alle Händler für den Onlineverkauf und auch die Bedientheke die geforderten Daten brauchen, weil sie sonst die Lebensmittel nicht mehr verkaufen dürfen“. Der österreichische Handel fordert daher seine Lieferanten auf, vollständige und richtige Produktdaten per 13. bzw. 31. Oktober digital zur Verfügung zu stellen. (ar)

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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