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Durch intelligente Kühlschränke werden wir uns n der Zukunft auch bei Lebensmitteleinkäufen nicht mehr so oft bei der Kassa anstellen

Omni-Channel und Internet der Dinge verändern den Zahlungsverkehr

22.11.2017

Moderne Bezahlmethoden wie Mobile Payment beginnen das Verbraucherverhalten zu beeinflussen, in manchen Branchen bereits spürbar. Six Payment Services hat sich mit den Veränderungen der letzten Jahre und neuen Bezahltrends ausgiebig auseinandergesetzt.

Die Art und Weise wie Verbraucher einkaufen gehen, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Der Einkaufsvorgang, der einst daraus bestand, einen Laden zu betreten, sich in die Schlange einzureihen und an der Kasse zu zahlen, wurde mit der Erfindung des Internets vollständig revolutioniert.

Veränderungen sind vorprogrammiert

Beim Kleiderkauf beispielsweise wird es für immer mehr Verbraucher zur Selbstverständlichkeit, ihren Lieblingsmarken auf sozialen Netzwerken zu folgen, sich Kleidungsstücke im Online-Shop anzusehen oder diese sogar in einer virtuellen Umkleidekabine anzuprobieren. Anschließend wird mit dem Klick auf einen Button gezahlt und die Kleidungsstücke werden nach Hause geliefert. Auch beim Lebensmitteleinkauf sind manche Verbraucher schon auf Online-Shopping umgestiegen, wobei die meisten nach wie vor die herkömmliche Art bevorzugen. Sprich: einen Blick in den Kühlschrank und die Küchenschränke werfen, Einkaufsliste schreiben und in den Supermarkt gehen. Doch auch in diesem Bereich sind große Veränderungen zu erwarten. Denn intelligente Kühlschränke sind aufgrund der stetigen Weiterentwicklung des Internet of Things (IoT) keine Zukunftsvision mehr, sondern schon Realität (wenn auch derzeit noch in geringem Maße). Diese Kühlschränke sind in der Lage, ihren Füllstand jederzeit automatisch zu kontrollieren, ihrem Besitzer einen Hinweis zu schicken, wenn sich ein Produkt dem Ende zuneigt, und eine mögliche Einkaufsliste vorzuschlagen. Wird diese Einkaufsliste bestätigt, muss der Hausbesitzer nur noch (per App) zahlen, einen bevorzugten Ort zum Abholen der Waren auswählen und anschließend den ausgewählten Supermarkt aufsuchen, in dem seine Bestellung auf ihn wartet - wenn er sich seine Vorräte nicht ohnedies nach Hause liefern lässt. In der Zukunft könnten also die Tage des Regaldurchsuchens und Schlange-Stehens gezählt sein.

Zahlungstrends im Blick haben

Technologie verändert nicht nur die Konsumentenansprüche, sondern auch die Auswahl der Bezahloptionen, die Händler ihren Kunden online und im Geschäft anbieten können. „Damit Händlern keine Umsätze aufgrund fehlender Bezahlmöglichkeiten entgehen, ist es besonders wichtig, die Zahlungstrends ihrer Kundensegmente im Blick zu behalten. Denn die Zahlungslandschaft wird sich immer weiterentwickeln“, ist Jürg Schneider, Deputy Head Media Relations bei Six Payment Services, überzeugt. Omni-Channel ist eine Weiterentwicklung des Vertriebs über mehrere Verkaufskanäle (Multi-Channel) und steht für ein nahtloses Shopping-Erlebnis über alle Kanäle hinweg. Händler kreieren zusätzliche Touchpoints, um zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit den Kunden in Kontakt zu treten, um neue Kunden zu erreichen sowie bestehende Beziehungen auszubauen. Erfolgsentscheidend sind dabei vollständig integrierte Bezahlsysteme. Die Synchronisierung aller Touchpoints und Zahlungspunkte auf einer Plattform könnte für viele Händler zur Herausforderung werden. Dazu gehören „Click and Collect“ (Ware wird online bestellt und bezahlt, dann im Landen abgeholt), „Click and Return“ (Ware wird online bestellt und bezahlt, sie wird nach Hause geliefert und kann im Laden umgetauscht oder retourniert werden) sowie „Endless Aisle“ (Im Laden ausverkaufte Ware kann auf mobilen Endgeräten oder einem Infokiosk direkt vor Ort bestellt werden).

USA und GB technisch voraus

Bereits seit einiger Zeit bieten Technologiekonzerne wie Apple, Google und Samsung neue Bezahlmöglichkeiten an. Durch die Vereinfachung des Bezahlvorgangs versprechen sie sich eine intensivere Kundenbindung. Ähnliches erhoffen sich auch Händler, wenn sie eine oder mehrere der vielfältigen Möglichkeiten in ihrem Geschäft oder Online-Shop als Bezahlmittel akzeptieren.

Google startete 2006 mit Google Checkout erste Gehversuche im Bereich alternative Bezahlmöglichkeiten. Sie wurde 2011 von Google Wallet abgelöst. Derzeit ist die Payment-Lösung in den USA und in Großbritannien erhältlich. In diesem Jahr wagte Google erneut den Schritt über den großen Teich: Android Pay wurde im Vereinigten Königreich gelauncht. Auch Apple Pay wurde in Großbritannien eingeführt. Seit August 2016 ist Apples Wallet, bei dem eine Zahlung per Fingerabdruck bestätigt wird, ebenfalls in Frankreich und der Schweiz verfügbar. Zudem hat Samsung im letzten Jahr LoopPay übernommen, mit dessen Technologie Kunden Zahlungen auch an herkömmlichen POS-Terminals mit Magnetstreifenleser durchführen können. Bisher kann man europaweit nur in Spanien damit zahlen.

Kontaktlosen Zahlungen nehmen zu

Mobile Zahlungen werden bei den Verbrauchern weiter an Boden gewinnen. Sie sind aus einigen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Unabhängig von ihrem Formfaktor (Karte, Sticker, Armband usw. sind bereits gang und gäbe) werden kontaktlose Zahlmethoden den Hochfrequenzbereich erobern. Natürlich wird es immer die Anhänger von Bargeld geben, ebenso wie Menschen die nicht dazu bereit sind, ihre Daten zu teilen. Man kann daher getrost von der Koexistenz von Bargeld, Karten, Smartphones und vielen weiteren Bezahlformen auf etliche Jahrzehnte hinaus ausgehen. Unterstützung für passende Wahl und Umsetzung ist das Geschäft von Six Payment Services.

Der durchschnittliche Kunde einfach gestrickt: er möchte mit bequemen Zahlungsmitteln seinen Einkauf bezahlen, ohne viel darüber nachzudenken. Dabei macht es einen Unterschied, ob es sich um eilige (häufig kontaktlose) Kleinbetragszahlungen, wie beispielsweise beim Bäcker handelt, um Zahlungen im exklusiveren Umfeld oder etwa im Internet. Manche Händler, sogar ganze Branchen wie die großen Modeketten, setzen verstärkt darauf, den technikaffinen Millenials und der Generation Z einen reibungslosen Check-out zu gewährleisten – sowohl im Laden als auch online – um keinen Umsatz durch abgebrochene Käufe zu verlieren und die Kundenbindung zu stärken. Gleichzeitig ist Sicherheit ein Muss. Händler stehen somit vor der großen Herausforderung, eine Balance zwischen Kundenerlebnis und den damit verbundenen Kosten zu schaffen.

Die Auswahl macht es

Natürlich variieren die Bezahlverhalten von Geschäft zu Geschäft, Branche zu Branche und Region zu Region. Genau hier entstehen Chancen für Händler: wer moderne Bezahlmöglichkeiten in sein System integriert, kann die Zufriedenheit seiner Kunden steigern, neue Zielgruppen anziehen und dabei seine betriebliche Effizienz steigern. Allerdings kann die Auswahl der geeigneten Zahlungsverfahren eine echte Herausforderung.

Six Payment Services rechnet damit, dass Zahlungsdienstleister in den nächsten fünf Jahren die Möglichkeit bieten werden, jederzeit über das gesamte Einkaufserlebnis hinweg mit einer Vielzahl von Methoden bezahlen zu können. Dabei wird die passende Zahlungsmethode automatisch identifiziert und ein individuelles Einkaufserlebnis entsteht. Neben den offensichtlichen Vorteilen für den Verbraucher wird durch die neuen Prozesse die Zahl der Kaufabbrüche reduziert und die Wertschöpfung gesteigert.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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