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Ostern ist fürs Geschäft wichtiger als Weihnachten

28.03.2007

Der Markt der reinen Saisonwaren - also der typischen Saisonmotive und Hohlfiguren - ist 43,3 Mio. € groß und stieg 2006 wertmäßig um 3 % versus Vorjahr. Fast die Hälfte der Saisonwaren, nämlich knapp 21 Mio. €, werden in den sechs Wochen vor Ostern umgesetzt. Insgesamt machen Saisonwaren ca. 6 % des gesamten Süßwaren-Umsatzes im Lebensmittelhandel (exkl. Hofer/Lidl), der 2006 fast 700 Mio. € umfasst

Zusätzlich ist Ostern auch für verpackte Pralinen eine wichtige Zeit, in der 13 % des Jahresumsatzes umgesetzt werden. Insgesamt wird in den beiden Kategorien 23 % des Jahresumsatzes zu Ostern verkauft. Dies ermittelt ACNielsen im Rahmen seiner laufenden MarketTrack Erhebung für Süßwaren im österreichischen Lebensmittelhandel exkl. Hofer und Lidl.

"Die Osterumsätze bei Süßwaren sind für den Handel als Impulsbringer extrem wichtig. Die Entwicklung hängt stark vom Anteil neuer Produkte ab - diese machen neugierig und werden gerne ausprobiert. Auch externe Faktoren, wie die Temperatur, beeinflussen die Umsätze - extrem warmes Wetter etwa bremst die Lust auf Schokolade" meint Mag. Martin Prantl, Managing Director ACNielsen Österreich.

Osterhase, Schokoeier und Co - Ostern ist fürs Geschäft wichtiger als Weihnachten
Ostern ist damit für Schokoladehohlfiguren die wichtigste Saison vor Weihnachten. Beliebtestes Sujet zu Ostern ist naturgemäß der Osterhase, hier werden 5,2 Mio. Stück im Wert von 9,4 Mio. € verkauft. Zweitstärkstes Segment sind Schokolade- und Zuckereier, mit denen ein Umsatz von
7,3 Mio. € generiert wurde. Während 2006 die Umsätze mit Hasen um 8 % anstiegen, konnten die Eier Varianten umsatzmäßig nur um 2 % zulegen. (siehe Chart 1)

"Die meisten großen Hersteller haben diese Nische erkannt und überlassen sie nicht mehr den Spezialanbietern. Saisonprodukte werden mittlerweile auch intensiv beworben. Jedes Jahr kommen zahlreiche Neuheiten auf den Markt, der Anteil neuer Produkte in diesem Segment lag etwa im vergangenen Jahr bei 9 %," erläutert Mag. Martin Prantl den Saisonmarkt.









Auch Pralinen profitieren stark von der Ostersaison
Neben den typischen Saisonprodukten sind die sechs Wochen um Ostern auch für Pralinen ein wichtiger Umsatzbringer. 13 % des jährlichen Pralinenumsatzes, der 2006 bei ca. 112 Mio. € lag, werden in diesem Zeitraum umgesetzt. Das bedeutet einen österlichen Wochenumsatz, der um
mehr als 10 % über einer Durchschnittswoche liegt. Wichtigste Saison bei Pralinen bleibt jedoch das Weihnachtsgeschäft. Auch Valentinstag und Muttertag sind wichtige saisonale Umsatzspitzen in dieser Kategorie.

Ostern ist insgesamt süßer Umsatzbringer für den Handel
Insgesamt werden in den sechs Wochen um Ostern etwa 35 Mio. € für Pralinen und Hohlfiguren ausgegeben, das sind 23 % des Jahresumsatzes in diesen Kategorien. 2006 verschoben sich dabei die Umsätze etwas von den Pralinen zu den Hohlfiguren.
Quelle: ACNielsen

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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