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Ottakringer und Vöslauer fusionieren

05.08.2009

Die Ottakringer Brauerei AG und die Vöslauer AG fusionieren und werden Teil der neu gegründeten Ottakringer Getränke AG. Damit entsteht Österreichs einziger börsenotierter Getränkehersteller mit einem Umsatzvolumen von gut 200 Millionen Euro und mehr als 500 Mitarbeitern.

Chef des rot-weiß-roten Getränkekonzerns wird der bisherige Ottakringer-Vorstandsvorsitzende Sigi Menz. Vöslauer wird weiterhin von Alfred Hudler geführt, die Ottakringer Brauerei von Christiane Wenckheim.
Damit können geplante Zukäufe in der Wasserbranche und in der Folge auch Akquisitionen in verwandten Sparten (z.B. Limos, Fruchtsäfte, Energy Drinks, Vertriebsfirmen) mit Börsegeld finanziert werden. Verhandelt wird gegenwärtig nicht, es sei aber einiges am Markt, sagte Ottakringer-Chef Sigi Menz vor Journalisten. Stoßrichtung ist vor allem das Ausland.
Ottakringer und Vöslauer waren bisher durch eine übergeordnete Familienholding verwandt, nun werden sie im Konzern zusammengeführt. Sobald Zukäufe auftauchen, stehen Kapitalerhöhungen an, heuer jedenfalls nicht mehr. Die Neuorganisation soll am 21. September 2009 in einer außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen werden und dann rückwirkend mit 1. Jänner in Kraft treten. Menz will die Umstrukturierung „rucki-zucki“ durchziehen.

Bierbarone bleiben Hauptaktionäre

Konzernchef soll der bisherige Ottakringer-Vorstandsvorsitzende Menz werden. Die operative Führung der Ottakringer Brauerei liegt bei Christiane Wenckheim, Alfred Hudler leitet die Vöslauer-Geschäfte. Hauptaktionäre bleiben mit voraussichtlich 88 % (vorher 76 %) die „Bierbarone“ rund um die Familien Wenckheim und Menz. Wird durch Zukäufe der Streubesitz wieder größer, bleibt es aber beim Postulat, dass die Mehrheit von den Bierbrauerfamilien nicht aus der Hand gegeben wird.

Der Börsewert der Ottakringer Brauerei liegt derzeit bei rund 100 Mio. Euro. Der neue Konzern hat rund 200 Mio. Euro Umsatz. Die Ottakringer Brauerei setzte zuletzt 83 Mio. Euro im Jahr um, die bayerische Innstadt Brauerei rund 10 Millionen und die ungarische Brauerei Pecs 28 Mio. Euro. Vöslauer kam auf 77 Mio. Euro Umsatz. Die künftige „Vertriebsschwester“ Vöslauer Getränkevertrieb hat neben den Konzernmarken Ottakringer und Vöslauer auch Drittmarken (Almdudler, Pepsi und Rauch) im Programm, dort ist auch die Logistik gebündelt. Im neuen Konzern sieht man mehr Phantasie für die Anleger, auch was die Dividenden betrifft. Nicht zuletzt hofft man auf einen Aufstieg in höhere Handelssegmente

Die Grafik zum Download .

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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