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Outlet Centre Performance Report Europe 2018

14.11.2018

Nach 10 Jahren führt erstmals ein deutsches Outlet Center das Ranking um die beste Performance an. die Outletcity in Metzingen hat die Forschungsbüros ecostar und magdus überzeugt.

Der Outlet Centre Performance Report Europe 2018 hat die neue Nummer Eins der wirtschaftlich erfolgreichsten Fabrikverkaufszentren in Europa gekürt: die Outletcity in der schwäbischen Kleinstadt Metzingen. Der Report basiert auf der Befragung von internationalen Markenherstellern zur wirtschaftlichen Performance ihrer Läden in Outlet Centern in Europa. In diesem Jahr haben insgesamt 76 Markenhersteller teilgenommen, welche ein Portfolio von etwa 120 Marken führen und für insgesamt mehr als 1.200 Outlet Stores in den europäischen Fabrikverkaufszentren stehen.

Deutschlands Nummer 1

Zwar ist der Shopping-Tempel in Metzingen nicht gerade ein architektonisches Highlight, dennoch ist es nicht nur das älteste und mit Abstand flächengrößte Fabrikverkaufszentrum Deutschlands es wird nun seit einigen Jahren gestalterisch aufgemöbelt und derzeit nochmals um 10.000 m² erweitert. Beneidet wird das Zentrum vor allem um den traditionellen Fabrikverkauf von Hugo Boss, sowie den Besatz an prominenten Markenherstellern. Mit seiner diesjährigen wirtschafltichen Leistung konnte die Outletcity heuer sogar den bisherigen Seriensieger, das McArthurGlen Designer Outlet in Roermond (Niederlande) ablösen. An dritter Stelle hat sich erstmals ein spanisches Center platziert; das im Management von Value Retail befindliche Las Rozas Village mit einem Standort im nördlichen Speckgürtel der spanischen Hauptstadt Madrid. In Österreich liegt McArthurGlen Parndorf dem ersten Platz (Im europa Vergleich Platz 6)  gefolgt von McArthurGlen Salzburg (Platz 43) und Fashion Outlet Parndorf (Fashion Outlet Group; Platz 91). In der Kategorie „Vermietung“ konnte die Holy AG gewinnen, welche mit der Outletcity Metzingen bereits den Spitzenplatz unter den europäischen Fabrikverkaufszentren erreichte und offensichtlich auch eine besondere Kompetenz in der Vermietung besitzt. In den anderen Kategorien „Management“ und „Marketing“ wurde jeweils der europäische FOC-Marktführer McArthurGlen auf den 1. Platz gewählt.

„Outlet-Blues“ in Südeuropa

Während die Top 10 der wirtschaftlich erfolgreichsten Outlet Center sich allein über 7 europäische Länder verteilen und auch in den Top 20 nur Deutschland mit 5 Standorten etwas stärker vertreten ist, finden sich im Tabellenkeller meist Center-Standorte in Südeuropa. Unter den aus Mietersicht am schlechtesten performenden 20 Standorten in Europa befinden sich allein 12 in südeuropäischen Ländern. Die schlechtesten schnitt in diesem Jahr aber das französische Outlet Center „Marques Avenue Troyes Mode“ im Saint-Julien-les-Villas (Nähe Paris).  Allgemein steigt die Bedeutung von Outlet-Centern aber wieder an, insbesondere durch die bessere Profitabilität der Outlet Stores gegenüber anderen Vertriebskanälen. Sie fungieren zunehmend als Profitcenter für die Markenhersteller.

Standortexpansion nimmt wieder Fahrt auf

Nachdem die Markenhersteller im Jahr 2017 bei der Expansion der Outlet-Standorte etwas auf die Bremse getreten haben und mit durchschnittlich 2,7 Läden pro Marke die Expansionsziele nach unten justierten (2016 noch 3,2 Läden pro Marke), wird nun wieder verstärkt auf das Gaspedal getreten: in den nächsten 12 Monaten wollen die Hersteller im Mittel 3,7 Outlet-Stores neu eröffnen. Auf der anderen Seite sollen aber auch schlecht performende Standorte geschlossen werden und so das Outlet-Portfolio bereinigt werden. Hier planen die Hersteller durchschnittlich 1,2 Ladenschließungen pro Marke (Vorjahr: 1,0 Läden). Aus dem Saldo zwischen geplanten Neueröffnungen und geplanten Schließungen ist somit eine weitere Erhöhung der Anzahl der Outlet Stores zu erwarten. Zielland ist dabei vor allem Deutschland. 58,2 % (Vorjahr: 57,1 %) aller Befragten wollen hier weitere Outlet Stores eröffnen. An zweiter Stelle folgt Frankreich gleichauf mit dem Vereinigten Königreich (jeweils 25,4 %), wobei aber die Nachfrage vor allem in Frankreich gegenüber dem Vorjahr (37,1 %) deutlich nachgelassen hat.

McArthurGlen investiert in Entwicklungspipeline

Der Zweitplatzierte schient den Verlust seines Titels nicht ganz so einfach hinnehmen zu wollen, denn McArthurGlen nimmt jetzt ordentlich Geld in die Hand. Der Inhaber, Entwickler und Betreiber von Designer Outlets (in Österreich vertreten mit den Designer Outlets Parndorf und Salzburg), investiert 1 Milliarde Euro in neue Standorte und Erweiterungsprojekte, um der steigenden Nachfrage von Käufern und Touristen gerecht zu werden. Das Investitionsprogramm des Unternehmens umfasst vier Neubauprojekte und sieben Erweiterungen, die über die nächsten drei Jahre eröffnet bzw. fertiggestellt werden sollen. Die Standorte befinden sich in besonders dicht besiedelten Regionen sowie an wichtigen europäischen und kanadischen Reisezielen. Bis 2021 sollen im Rahmen des McArthurGlen Entwicklungsplans 800 neue Handelsflächen geschaffen werden, während der kollektive 90-Minuten-Einzugsbereich der gesamten Gruppe auf nahezu 180 Millionen Verbraucher anwachsen soll. Eine Maßnahme die jetzt schon gut ankommt ist die Ausweitung des Gastronomieangebots, die bis Ende 2018 ein Wachstum von 10 Prozent erreichen soll. „Je mehr sich der Einkauf alltäglicher Dinge ins Internet verlagert, desto größer wird der Wunsch nach attraktiven Shopping-Destinationen. Wir erweitern dabei nicht nur unser Portfolio, sondern investieren auch in das Center-Erlebnis sowie in entsprechende Technologien, um unsere Besucher zu begeistern“, erklärt Julia Calabrese, CEO von McArthurGlen die Ausbaupläne.
 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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