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Mit dem Ausbau des Lagers bekennt sich Peter Pfanner zum Standort Lauterach.

Pfanner investiert trotz schwierigem Marktumfeld

16.03.2015

Der Fruchtsaft- und Eisteehersteller Pfanner hat im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 246 Millionen Euro erwirtschaftet und verzeichnet damit einen Rückgang von ca. 3,5 Prozent gegenüber 2013 (255 Millionen). Dennoch investiert das Vorarlberger Familienunternehmen auch 2015 kräftig: Für den Bau eines vollautomatischen Palettenlagers am Standort Lauterach ist ein Investitionspaket in der Höhe von 10 Millionen Euro vorgesehen.

„Es herrscht weiterhin starker Gegenwind am Getränkemarkt“, bilanziert Peter Pfanner, geschäftsführender Gesellschafter, das vergangene Geschäftsjahr, in dem erstmals seit 2009 der Umsatz nicht gesteigert werden konnte. Eine allgemein rückläufige Marktentwicklung hat in Kombination mit ungünstigen Witterungsverhältnissen – speziell in den für die Getränkebranche wichtigen Sommermonaten Juli und August – zu einem Umsatzminus geführt. „Zwar konnten bei Pfanner-Markenprodukten sowohl Umsatz als auch Volumen gesteigert werden, den deutlichen Einbruch im Handelsmarkengeschäft konnte dies jedoch nicht kompensieren“, berichtet Pfanner. In den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Italien und Tschechien gab es 2014 eine positive Entwicklung. Nach wie vor leicht negativ ist die Absatzsituation in Süd- und Osteuropa. Insgesamt lag die Exportquote auch 2014 wieder bei rund 80 Prozent. Gut gelaufen ist es 2014 auch für die Pfanner Fairtrade-Produkte: Im Zuge der erfolgreichen Einführung von zwei neuen Teegetränken mit fair gehandelten Zutaten konnte im vergangenen Geschäftsjahr der Gesamtabsatz von Fairtrade-Produkten um zirka 20 Prozent gesteigert werden.

Investitionsschub am Standort Lauterach
Nach dem neuen Verwaltungsgebäude wurde 2014 auch der Neubau des Stammhauses „Hirschen“ in Lauterach fertiggestellt. Das Haus wurde nach den Plänen des Originals im traditionellen Baustil neu errichtet. Durch die Revitalisierung des Stammhauses und die Errichtung des zweiten Verwaltungsgebäudes nach ökologischen und ergonomischen Gesichtspunkten entstand eine zeitgemäße Kombination von Tradition und Moderne.  Der „Hirschen“ ist eng mit der Geschichte des Unternehmens verbunden. Max Hermann Pfanner hatte im Jahr 1856 mit dem Kauf des damaligen Gasthauses samt Brauerei das Unternehmen begründet. Rund vier Millionen Euro wurden in den Neubau der beiden Gebäude investiert. Außerdem wurde 2014 mit der Inbetriebnahme einer zweiten Abfüll- und Verpackungsanlage für PET-Flaschen der Produktionsstandort in Enns ausgebaut. Gleichzeitig wurde mit einer neuen effizienten Wasserwärmepumpe das Energiemanagement hinsichtlich Heiz- und Kühlbetrieb optimiert. Im laufenden Geschäftsjahr investiert das Vorarlberger Familienunternehmen am Firmensitz in Lauterach weitere 10 Millionen Euro -  in ein neues vollautomatisches Palettenlager mit 9000 Stellplätzen. Vorbehaltlich einer zeitnahen Genehmigungserteilung soll im Herbst 2015 der Spatenstich für das Bauvorhaben erfolgen. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich ein Jahr.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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