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Peter Pfanner freut sich über ein gutes Geschäftsergebnis

Pfanner steigert Umsatz auf 252 Millionen Euro

21.03.2016

Der Fruchtsaft- und Eisteehersteller verzeichnete 2015 aufgrund des heißen Sommers und innovativer Neuprodukte ein Umsatzplus von 2,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2014 (246 Millionen). Im Jubiläumsjahr 2016 blickt Pfanner auf 160 erfolgreiche Jahre „Pfanner in Familienbesitz“ zurück und setzt weiterhin stark auf die gesellschaftsrelevanten Themen Nachhaltigkeit und Natürlichkeit.

Durch den heißen Sommer 2015 gelang es dem Familienunternehmen, im Eistee-Bereich überproportional zu wachsen. Durch starke Zuwächse im Kernmarkt Deutschland konnte die Marktführerschaft im Lebensmittelhandel ohne Diskont weiter ausgebaut werden. Während die Entwicklung im österreichischen und italienischen Markt konstant war, freute man sich seit vielen Jahren erstmalig wieder über ein Wachstum auf breiter Front in den östlichen EU-Staaten. Der Fruchtsaftabsatz war trotz des allgemein schwierigen Marktumfeldes stabil und das mengenmäßige Plus lag insgesamt bei ca. 5 Prozent. Die Kehrseite des heißen Sommers bekam der Fruchtsafthersteller im Herbst bei der Obstverarbeitung zu spüren. Viele heimische Obstsorten konnten zwar beste Qualitäten aufzeigen, dies jedoch zu deutlich höheren Preisen. Ebenso gab es teilweise bei exotischen Früchten Preissteigerungen, welche zusätzlich durch die Euroabwertung gegenüber dem US-Dollar verschärft wurden.

Pfanner setzt auf Bio und Fairtrade

Das Traditionsunternehmen legt besonders viel Wert auf Nachhaltigkeit und Fairness und bringt dies mit mehreren Gütesiegeln zum Ausdruck. So erfolgte aktuell unter anderem die Ausweitung des Bio-Angebots mit Zutaten aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft in der hochwertigen 0,5-Liter-Glasflasche sowie auch in der Pure Tea Linie im praktischen 1,0-Liter-Pet-Gebinde. Ebenso ist die erneute Steigerung des Fairtrade-Volumens um 25 % in Pfanners Fruchtsaftbereich positiv hervorzuheben. Pfanner ist im Fruchtsaftbereich weltweit der volumenstärkste Partner von Fairtrade und bietet das mit Abstand umfangreichste Sortiment an. Das Familienunternehmen blickt mittlerweile auf erfolgreiche 15 Jahre Partnerschaft mit Fairtrade zurück und möchte die Konsumenten mit hochwertigen Produkten für den fairen Handel sensibilisieren.

Neues Jahr, neue Produkte

Für den Start in das Frühjahr 2016 wurde die Pfanner Grüner Tee Ingwer-Zitrone Limited Edition kreiert: Die sorgfältig ausgewählten Teesorten werden aus Tradition frisch aufgebrüht und durch die schonende Zubereitung kommt der vollmundige Teegeschmack besonders gut zur Geltung. Außerdem erweitert das Familienunternehmen seine hochwertige Bio-Range in der 0,5-Liter- Glasflasche um eine neue vielversprechende Sorte: Pfanner Bio Granatapfel überzeugt mit seinem aromatischen, feinherben Geschmack und ist sowohl pur als auch gespritzt zu genießen. Mit der Pfanner Pure Tea Range konnten im vergangenen Jahr besonders gute Ab- und vor allem auch Nachverkäufe erzielt werden. „Die Zeit scheint wirklich reif zu sein für 0 % Zucker, Süßstoffe und Kalorien“, erfreut sich Peter Pfanner an der äußerst positiven Resonanz zu dem innovativen Teegetränk und so kommt das Unternehmen dem Wunsch nach weiteren Sorten gerne nach. Pfanners Pure Tea Linie wird um die beiden Sorten „Pure Tea Schwarzer Tee“ und „Pure Tea Alpenkräuter Tee“ erweitert.

Die Wurzeln des Unternehmens Pfanner gehen auf Max Hermann Pfanner und das Jahr 1856 zurück. 2016 ist für Pfanner somit aufgrund des 160-jährigen Firmenjubiläums ein ganz besonderes Jahr. Um auch den Konsumenten 160 erfolgreiche Jahre „Pfanner in Familienbesitz“ näher bringen zu können, wird Pfanners 100 % Apfelsaft im 2,0-Liter-Gebinde mit einem ansprechenden Nostalgie-Design versehen.

2016 bringt Investitionen an den Produktionsstätten

Das Hauptinvestitionsprojekt für 2016 befindet sich momentan am Stammsitz in Lauterach in Umsetzung. Die Inbetriebnahme des vollautomatischen Hochregallagers mit 9.000 Stellplätzen ist für den Sommer 2016 geplant. Mit dieser Investition werden deutliche Kosteneinsparungen durch die Optimierung von Produktionsprozessen und die Vermeidung von internen Frachten erzielt. Die eigene Obstverarbeitung ist für Pfanner essentiell: Jährlich werden rund 100 Millionen Kilogramm Frischobst verarbeitet. In den letzten Jahren ist der Unternehmensstandort Enns zum Zentrum der Direktsaft-Verarbeitung herangewachsen, weshalb der Fokus weiterhin auf dem Ausbau der Tankkapazitäten für heimische Direktsäfte liegt. Durch die positive Entwicklung in diesem Segment konnten in der Vergangenheit zahlreiche neue Kunden gewonnen werden. Nachdem in diesem Jahr nicht nochmals mit einem überdurchschnittlich heißen Sommer gerechnet werden kann, ist es Pfanners Ziel, den Vorjahresumsatz von 252 Millionen Euro zu halten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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