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Aufsichtsratsvorsitzender Mag. Georg Pfeiffer (Mitte) mit seinen Geschäftsführern Dr. Erich Schönleitner (li.) und Mag. Markus Böhm

Pfeiffer übernimmt Zielpunkt in Raten

11.01.2013

Die Firmengruppe Pfeiffer mit Sitz in Traun, die im Vorjahr mit24,9 Prozent bei Zielpunkt eingestiegen ist, will den Filialisten „binnen 3 Jahren“ vollständig übernehmen und daraus „ein ertragsstarkes Unternehmen“ machen.  Pfeiffer-Aufsichtsratsvorsitzender Mag. Georg Pfeiffer sowie die Geschäftsführer Dr. Erich Schönleitner und Mag. Markus Böhm nahmen in der Bilanzpressekonferenz in Linz zur Zukunft der Kette Stellung.

Pfeiffer hält seit dem Vorjahr 24,9 Prozent bei Zielpunkt, 75,1 Prozent gehören der BOW Beteiligungs Gmbh des Pfeiffer-Anwalts Gerald Schmidsberger. Wieso man diese Konstruktion gewählt hat, bleibt offen: „Wir überlegen in großen Schritten“, so die Geschäftsführer dazu. Es sei „Blödsinn“, dass es sich bei Schmidsberger um einen „Strohmann“ handle. „Wir stehen operativ dahinter“, stellten Schönleitner und Böhm klar. „BOW ist gegründet worden, um die Anteile in absehbarer Zeit auf 50 oder 75 Prozent zu erhöhen.“ Aber man habe „keine Eile“.

Zielpunkt betreibt derzeit 283 Filialen, Bereinigungen stehen bevor, sollen allerdings nur 5 Standorte betreffen. Im Gegenzug ist geplant, 3 neue aufzumachen. Die Mitarbeiter - etwa 15 pro Supermarkt - sollen im Wesentlichen erhalten bleiben. Die 18 oberösterreichischen Zielpunkt-Standorte wurden bereits zu Unimarkt-Filialen. Davon dürfte lediglich der Standort Lambach (Bezirk Wels-Land) geschlossen werden. Zielpunkt setzte im abgelaufenen Jahr 542,7 Mio. Euro um und schrieb rote Zahlen.

Die Pfeiffer-Gruppe erwirtschaftete im Vorjahr - ohne Zielpunkt - 770 Mio. Euro. Das sei ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein „neuer Bestwert in unserer Geschichte“, so der Aufsichtsratschef. Besonders gut entwickelt habe sich die Vertriebstochter C+C Pfeiffer. Sie trug 412 Mio. Euro (plus 8,9 Prozent) bei, Unimarkt mit aktuell 116 Standorten erlöste 242,3 Mio. Euro (plus 4 Prozent). Weniger gut lief es bei Pfeiffer Großhandel. Dass der Umsatz hier um 4,6 Prozent auf 115,7 Mio. Euro sank, wird vor allem damit begründet, dass die Belieferung von Tankstellen-Shops eingestellt wurde. Die Mitarbeiterzahl stieg 2012 erstmals über 3.000 - auf 3.006. Angaben zum Ergebnis wurden nicht gemacht. Mehr über die Pfeiffer-Gruppe in der nächsten Printausgabe der Handelszeitung.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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