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Pikante G´schichten für Feinschmecker

17.07.2002

Nicht nur zur Grillsaison sind Sauerwaren fixer Bestandteil jeder Einkaufstour. Durch ihre lange Haltbarkeit und die Sortenvielfalt haben sie in den Haushalten einen festen Stammplatz gefunden. Exklusive Spezialitäten nehmen dem POS etwas vom Preisdruck.

Im Sauerwaren-Bereich machen einige wenige Unternehmen große Kasse. Allen voran efko: Das Unternehmen führt mit rund 80 verschiedenen Produkten (in 170 Verpackungsvarianten) das Feld klar an. Neue Kaufimpulse hat man rechtzeitig zur Grill-Saison 2000 unter anderem mit küchenfertigen Kartoffel- und Krautsalaten gesetzt. Auch Felix versteht es, mit Innovationen Dynamik in die LEH-Regale zu bringen. Neu sind z. B. drei „conveniente“ Gurkenvarianten (Sandwich Gurken, Snack Gurken und vorgeschnittenen Aufchnittgurken). Mit der Neueinführung einher geht ein Facelifting für die gesamte Gurken-Range. Die dominierenden Umsatzriesen werden von eher kleineren, aber hochqualitativen Anbietern wie Schenkel oder frey flankiert, die sich recht geschickt und erfolgreich im Exklusiv- bzw. Feinschmecker Segment posititionieren.

Die starken Drei

Das Sauerwaren-Sortiment unterteilt sich vereinfacht gesagt in drei große Gruppen mit doch recht unterschiedlicher POS-Bedeutung. Deutlich über die Hälfte des Gesamt-umsatzes werden mit Gurken erwirtschaftet; Salate liefern dem Handel rund ein Drittel der Einnahmen, gefolgt von diversen Sauergemüse-Produkten (Pfefferoni, Perlzwiebel etc.). Neben der schon traditionell angespannten Preissituation kann man einen klaren Trend in Richtung kleinere Gebindegrößen erkennen. Das hat in erster Linie mit den immer zahlreicher werdenden Kleinhaushalten zu tun.
Erfreulich ist, daß sich (internationale) Spezialitäten steigender Beliebtheit und Nachfrage erfreuen. Durch die Reiselust lernen die Urlauber neue Produkte (und Geschmacksrichtungen) kennen, die sie gerne auch im heimatlichen Supermarkt kaufen möchten. Die Konsumenten stehen heute Neuem ganz generell offener gegenüber, als das noch vor einigen wenigen Jahre der Fall war.

Lob und Kritik

Der Handel reagiert aber nur bedingt auf die Kundenwünsche, analysiert man bei der Delikatessen-Manufaktur frey. Und beklagt eine zu einseitige Einkaufs- bzw. Sortimentspolitik: „Vergleichen Sie ein Sauergemüseregal von Adeg, Billa, Spar, Mondo und Zielpunkt. Das Sortiment ist überall gleich, und auch die Firmen sind zu 80 Prozent die gleichen.“ Bei Schenkel-Delikatessen stellt man außerdem fest: „Nachdem durch die EU auf den Markt drängende Marken mit teilweise minderer Qualität zu einem großen Teil wieder aus den Regalen verschwunden sind, setzt der Handel wieder mehr auf bekannte Produkte.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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