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Pionierleistung auf Europaebene: Ja! Natürlich

15.10.2004

Ja! Natürlich hat als erste Bio-Linie einer Handelskette in Europa einen „gesunden“ Markt einem breiten Publikum geöffnet und vielen heimischen Biobauern das Überleben gesichert.

Was 1994 als ambitioniertes Projekt von Merkur und Billa begann, ist mittlerweile eines der meistbeachteten Biounternehmen in ganz Europa. Weg vom langweiligen Naturkostimage, hin zu Frische und Genuss. Das war vor 10 Jahren eine völlig neue Idee. Rein biologische Lebensmittel höchster Qualität für jedermann erschwinglich in den Supermarkt zu bringen, war nicht nur eine gewaltige Herausforderung sondern auch ein großes unternehmerisches Risiko. Heute ist Ja! Natürlich die größte und beliebteste Bio-Marke Österreichs.

Von 30 zu 400 Produkten in 10 Jahren

1994 startete das Unternehmen mit rund 30 Produkten aus den Bereichen Milch, Obst und Gemüse. Zum 5-Jahres-Jubiläum hatte Ja! Natürlich bereits rund 200 Bio-Produkte im Sortiment. Meilensteine in der Entwicklung der Marke nach dem fulminanten Start waren der Ausbau der wichtigen Segmente im Frischebereich, beginnend bei Milchprodukten, Obst & Gemüse über Brot & Gebäck, Fleisch & Wurst bis zu Käse und Feinkost. Kontinuierlich wurde die Produktpalette erweitert, so durch Grundnahrungsmittel, Tiefkühlprodukte, Babynahrung, Getränke oder Naturkost. Europaweit einzigartig ist die Stellung von Ja! Natürlich bei der Verarbeitung von Getreide aus biologischem Anbau. Rund 80% des österreichischen Bio-Getreideaufkommens wird an Ja! Natürlich Partnerbetriebe geliefert, die Brot und Gebäck für den gesamten Rewe-Konzern erzeugen. Allein 2003 wanderten bei Billa und Merkur rund 50 Millionen Ja! Natürlich-Semmeln über den Ladentisch. Das Sortiment umfasst heute über 400 Produkte in unterschiedlichen Warengruppen. Stetig kommen neue Produkte hinzu: Seit Sommer 2004 gibt es Orangensaft aus brasilianischen Bio-Orangen. Im September stieg Ja! Natürlich ins Heißgetränkesortiment ein, mit einem Arabica-Kaffee aus dem Hochland von Ecuador.

Umsatz explodiert
Ebenso rasant wie der Sortimentsumfang entwickelte sich der Umsatz von Ja! Natürlich. Fünf Jahre nach dem Start lag er bereits bei rund 118 Millionen Euro. Heuer, zum 10-Jahres-Jubiläum, wird Österreichs größte Bio-Marke erstmals die Umsatzgrenze von 200 Millionen Euro überschreiten. Den größten Beitrag zum Gesamtumsatz leisten dabei frisches Brot und Gebäck vor den Bio-Milchprodukten.

Mit den Bio-Bauern
Auch die Zahl der Partner ist stark gestiegen. Waren es zur Gründungszeit einige wenige Lieferanten, die die strengen Produktionsauflagen erfüllen konnten, lieferten 1999 bereits 5.000 österreichische Bio-Bauern an Ja! Natürlich. Heute sorgen bereits 7.000 Bio-Bauern und rund 80 ausgewählte Partnerbetriebe dafür, dass täglich frische Lebensmittel in bester Bio-Qualität bei Billa und Merkur erhältlich sind.

Die enge Zusammenarbeit mit den österreichischen Bio-Bauern und die Förderung der biologischen Landwirtschaft war und ist eine Konstante in der Firmengeschichte der letzten 10 Jahre. Seit 1994 hat Ja! Natürlich den österreichischen Landwirten in Summe rund 70 Millionen Euro als Bio-Qualitätszuschlag ausbezahlt. Mit Abnahmegarantien und Bio-Zuschlägen honoriert das Unternehmen den beträchtlichen Mehraufwand, den biologische Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung für die Bauern bedeuten. In Salzburg setzen bereits 40 Prozent der Landwirte auf biologische Landwirtschaft – im Nationalpark Hohe Tauern ist es sogar jeder Zweite. Damit zählt die Region zu den Spitzenreitern in Europa.

Herkunft: Nationalparkregion
Regionale Betriebe wie die Pinzgau Milch sorgen dafür, dass die Milch, Butter, Joghurt, Molke und ein Teil des Käsesortiments von Ja! Natürlich mit dem „unvergleichlichen Tauernaroma“ auf den Tisch kommen. Genauso sorgfältig wird das Bio-Rindfleisch produziert. Eine besondere Spezialität ist das Jungrindfleisch, das Ja! Natürlich zu einem beträchtlichen Teil aus dem Pinzgau bezieht.

Gegen Gentechnik
Zusammen mit Bio Ernte Austria und dem Land Niederösterreich hat Ja! Natürlich das Projekt „Waldviertel Lebensviertel“ aufgezogen. Gemeinsam mit den ansässigen Bauern werden biologische Lebensmittel vermarktet. Und mittelfristig soll das Waldviertel als eine der größten gentechnikfreien Zonen Europas erhalten bleiben, damit die Grundlagen für biologische Lebensmittel bester Qualität auch für die nächsten Generationen gesichert sind. Neben den „klassischen“ Produkten wie Roggen, Schweinefleisch und Erdäpfel bringt Ja! Natürlich auch Nischenprodukte wie Milchlammfleisch und Weidegänse aus dem Waldviertel in die Regale.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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