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Positive Nachhaltigkeitsbilanz bei Rewe

06.09.2017

Zum fünften Mal präsentiert die Rewe International AG seinen zweijährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Besonders der Umsatz bei „Grünen Produkten“ legte zu. 

„Wir waren die ersten im Lebensmittelhandel, die schon 2008 Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensstrategie festgeschrieben haben,“ betont Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der Rewe International AG. Seit dem erscheint alle zwei Jahre ein Bericht über die Nachhaltigkeitsstrategie des Lebensmittelhändlers. Auch die Bilanz für 2015/16 fällt positiv aus. So präsentiert Rewe eine Umsatzsteigerung bei „Grünen Produkten“, sowie Fortschritte in den Bereichen der Tierwohls-Verbesserung und der Umsetzung der Disability-Strategie. Nicht zu vergessen das „Aus für Plastiksackerl“, was eine Einsparung von 28 Mio. Plastik-Tragetaschen pro Jahr gebracht hat.

Kernelement "Grüne Produkte"

Kernelement der Unternehmensstrategie des Konzerns und der dazugehörigen Handelsfirmen Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg ist die laufende Ausweitung nachhaltig produzierter Produkt-Sortimente. Diese sogenannten „Grünen Produkte“ werden mittlerweile an den Nachaltigkeitskriterien von über 25 Labels, Standards und Zertifikaten gemessen, bevor sie in die Läden gelangen. „Wir konnten unsere Bio-Erfolgsstory vor allem dank unserer Bio-Pionier-Marke Ja! Natürlich einmal mehr fortsetzen“, so Hensel, „und mit Alnatura haben wir 2015 eine weitere renommierte Marke in das Sortiment aufgenommen.“ Im Berichtszeitraum ist der Bio-Gesamtumsatz um 21 Prozent gestiegen. Ja!Natürlich, welche mittlerweile von 7 000 Bio-Landwirten und 160 Partnerbetrieben beliefert wird, erzielte 2016 einen Umsatz von 394 Mio. Euro (+7 Prozent gegenüber 2015). Mittlerweile enthält die Marke ein Sortiment von 1300 Produkten, die zu 80 Prozent aus Österreich stammen. Darunter auch die hierzulande größte Auswahl an Bio-Fleisch (210 Produkte).

Eine weitere erfolgreiche nachhaltige Produktreihe von Rewe ist das Pro-Planet-Sortiment. Es wurde 2010 eingeführt, um alle Kunden den Zugang zu erschwinglichen und gleichzeitig nachhaltigen Produkten zu ermöglichen. Der Umsatz stieg auch hier leicht auf 112 Mio. Euro.

Ruf nach Regionalität

Um den Kundenwunsch nach Regionalität zu entsprechen, folgte 2014 die Marke „Da komm‘ ich her“. Mittlerweile umfasst das Sortiment 244 saisonale und regionale Artikel aus den Bereichen Obst, Gemüse und Eier. Zwischen 2015 und 2016 konnte auch diese Marke eine positive Umsatzentwicklung verzeichnen, von 92 Mio Euro auf knapp 132 Mio. Euro. Außerdem findet man vor allem im „Billa Regional Regal“, als auch im „Merkur Bauernmarkt“ verschiedenste Produkte von lokalen Betrieben. Insgesamt liefern 2.500 österreichische Lieferanten über 94.000 regionale Artikel an die Rewe international AG Österreich.

Fortschritte bei Tierwohl & Disabiliy-Strategie

In Sachen artgerechter Tierhaltung wurde 2016 für „Ja! Natürlich“ Fortschritte erzielt. Denn die ganzjährige Anbindehaltung für die Milchkühe der betreffenden Bio-Bauern ist Geschichte, auch die Bio-Schweinchen stammen seit letztem Jahr aus Freiland- oder Strohhaltung. Besonders stolz ist man aber auf das „Ja! Natürlich“ - Projekt „Eier mit Liebe gemacht“. Dadurch konnte eine Bio-Branchenlösung, gegen das Töten männlicher Küken, gefunden werden. Genauso gut läuft das Pro-Planet-Tierwohlprogramm gemeinsam mit Eigenmarke Hofstädter und „mit Leib und Seele“, die sich durch Partnerbetrieben gegen die konventionelle Aufzucht von Hühnern einsetzten.

Im Rahmen der Disability-Strategie setzt Rewe außerdem erste Schritte in Richtung Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung. Neben dem barrierefreien Recruiting-Prozess eröffnete 2016 die erste hindernissfreie Billa-Filiale („Billa ohne Grenzen“). Bis 2019 soll die Anzahl an Mitarbeitern mit Behinderung verdoppelt werden (Derzeit 400 Beschäftigte).

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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