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Premiumisierung

12.08.2016

Egal, zu welcher Spirituose die Österreicher greifen (und auch da gibt es natürlich klare Favoriten) – der Trend geht hin zum hochwertigen Hochprozentigen.

Rein mengenmäßig haben die Österreicher 2015 weniger Hochprozentiges zu sich genommen als im Jahr davor. Der Absatzrückgang im LEH hielt sich allerdings mit einem Minus von rund 2% in Grenzen. Dem steht im gleichen Zeitraum ein Umsatzplus von immerhin 3,1% gegenüber (Quelle: Nielsen, Total Spirits 2015). Mit anderen Worten: Es wurden hierzulande offenbar weniger, dafür aber teurere Spirituosen konsumiert. Im Fachjargon nennt sich das auch „Premiumisierung“ – und dieses Stichwort fällt auch tatsächlich häufig in den Statusberichten der verschiedenen Hersteller und Vertriebsgesellschaften. Alternativ wird auch das erhöhte Qualitätsbedürfnis der Konsumenten thematisiert. Die Österreicher sind eben anspruchsvoll und wählerisch, wenn es um Wodka, Whisky, Gin und Co geht.

A propos Gin: Zwar belegt die Wacholder-Spirituose „nur“ den 9. Platz auf dem heimischen Gesamtmarkt, doch nach wie vor hält der Gin-Trend an: Das Segment weist mit einem Plus von 46,4% ein ganz enormes Umsatzwachstum auf. Vermutlich liegt das an den sommerlichen Temperaturen – wer trinkt da nicht gerne einen Gin Tonic auf Eis?
Auch Whisky und „regionale“ Spirituosen wie Brände, Liköre und Schnäpse zeigen eine positive Umsatzentwicklung. Nach wie vor deutliche Nr. 1 im Spirituosen-Sortiment ist im Übrigen der Wodka.

Hochprozentige Neuheiten

Nicht nur die „Klassiker“ wie Gin, Wodka und Whisky sind ein Thema – die österreichischen Konsumenten verlangen im Segment der Spirituosen auch nach Vielfalt. So finden sich etwa internationale Neuheiten im LEH wie ein südamerikanischer Pisco, ein aus Traubenmost destillierter Weinbrand. Und auch die heimischen Hersteller zeigen sich überaus kreativ: Da gibt es etwa Hochprozentiges aus Alpenkräutern, nachhaltige Bio-Spirituosen und herb-fruchtigen Gin mit Schlehe. Bei so viel Abwechslung muss man sich einfach durchprobieren, um die ganz persönlichen Favourites zu identifizieren. Bleibt nur zu wünschen: Wohl bekomm’s!

Die Produkte des Sortiments finden Sie in der Handelszeitung Ausgabe Nr. 16-17/2016.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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