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Die neue Dosenfüllanlage kann bei Vollauslastung 850.000 Dosen pro Tag befüllen

Privatbrauerei Egger: Neue Dosenfüllanlage um 6 Mio. Euro

22.02.2017

Die Privatbrauerei Egger durchbrach 2016 in der Abfüllung erstmals die „Schallmauer“ von einer Million Hektoliter und rüstet sich weiter für die Zukunft am internationalen Getränkemarkt: Wichtigste Maßnahme des heurigen Jahres ist das Investment von sechs Millionen Euro in eine neue Dosenfüllanlage am Unternehmensstandort in Unterradlberg.

Die beiden Egger-Geschäftsführer Bernhard Prosser und Kurt Ziegleder schauen optimistisch in die Zukunft

Die Geschäfte laufen gut, der Expansionskurs geht erfolgreich weiter: Im vergangenen Jahr hat Egger in der Abfüllung erstmals die „Schallmauer“ von einer Million Hektoliter durchbrochen und der Exportanteil wuchs um 50 Prozent. Heuer sollen nun die Exportmärkte Südkorea und Russland ausgebaut werden. Damit dieser Expansionsschub auch produktionsseitig bedient werden kann  – immerhin macht der Exportanteil bei Egger Bier inklusive Handelsmarken und Lohnfüllungen bereits deutlich mehr als ein Drittel am Gesamtausstoß aus – hat die niederösterreichische Privatbrauerei sechs Millionen Euro in eine neue Dosenfüllanlage investiert. „Die Dose als Verpackungseinheit ist die richtige Wahl für den Export“, ist Geschäftsführer Bernhard Prosser, zuständig für Marketing und Vertrieb, überzeugt. „Die Qualität des Produktes ist für eine sehr lange Zeit gewährleistet, da keine Kohlensäure entweichen und auch kein Lichteinfall das Getränk trüben kann.“

Je nach Kundenwunsch

Die Anlage, die am 22. Februar 2017 eröffnet wurde, kann 36.000 Dosen pro Stunde befüllen, bei einer Vollauslastung werden es somit 850.000 Dosen pro Tag sein. Die Anlage ist ein „Wunder-Wuzzi“ wie Braumeister Wolfgang Reither gerne betont. So können sieben verschiedene Dosengrößen befüllt und diese Dosen dann in insgesamt 140 verschiedene Verpackungsformate abgepackt werden. Die Vielfalt reicht von der kleinen 0,15 l bis zur „gängigen“ 0,5 l Dose – und alle Größen dazwischen; verschiedenste Getränkespezialitäten wie Bier, Radler, Limonaden, Energy-Drinks, gespritzter Wein aber auch „stille“ Produkte ohne Kohlensäure können abgefüllt werden. Die einzelnen Dosen werden dann je nach Maßgabe des Kunden in Trays oder in Folien verpackt, auf verschiedenste Paletten wie Euro-, Halb-, Industrie- und Containerpalette geschlichtet. „Die Anforderungen der Kunden und des Handels werden diverser. Das Investment ermöglicht es uns, hier sehr flexibel zu agieren - und das in höchster Qualität“, so Reither stolz. Bereits nach vier Jahren amortisiert sich so das Investment.

Fokus auf den Export

Bei der Eröffnung hob der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler den Ausbau des Standortes hervor: „In den letzten fünf Jahren hat Egger mehr als 50 Millionen Euro in den Standort investiert, das sind enorm wichtige Impulse für die gesamte Region. Die Privatbrauerei Egger ist ein positives Beispiel, wie Verantwortung für die Region funktionieren und in wirtschaftlichen Erfolg umgewandelt werden kann.“ Das Lob freut die beiden Egger-Geschäftsführer Bernhard Prosser und Kurt Ziegleder: „Wir stehen klar für Wertschöpfung in und aus Österreich. Mittelfristig wollen wir die größte heimische Privatbrauerei werden“. Gelingen soll das durch den Fokus auf den Export und der Stärkung der Marke im Inland.

Exportanteil von 37 Prozent

Gerade bei Bier liegt hier einiges an Entwicklungspotenzial: So lag der Egger Exportanteil 2016 bei sensationellen 37 Prozent, im Vergleich zum Jahr 2015 ist dieser damit um 48 Prozent gestiegen. Die Produkte werden insgesamt in rund 22 Länder exportiert, neben den Nachbarländern Ungarn, Deutschland, Slowenien oder Italien sind die Produkte aus Unterradlberg auch in exotischen Destinationen wie China, Paraguay, Südkorea und Russland gefragt. 2016 tranken die Südkoreaner 11.000 Hektoliter Egger Radler, in Russland gingen 2.500 Hektoliter Radler „weg“ – das entspricht 2,7 Millionen Krügel.

 

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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