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Karl Schwarz, Geschäftsführer und Inhaber der Privatbrauerei Zwettl, verkauft bereits jedes vierte Bierfass in der Wiener Gastronomie

Privatbrauerei Zwettl legte auch 2017 weiter zu

16.01.2018

Die Waldviertler Privatbrauerei konnte den Umsatz 2017 von 23,6 Mio. Euro (2016) auf 23,9 Mio. Euro steigern. Mehr als die Hälfte des Betriebsergebnisses entfiel auf die Gastronomie. Ab März 2018 gibt es das Zwettler Zwickl auch in der Flasche und somit im Lebensmitteleinzelhandel.

Die Privatbrauerei Zwettl und die zum Unternehmensverbund gehörende Bierwerkstatt Weitra konnten auch 2017 an die Erfolge der Vorjahre anschließen: Insgesamt wurden 23,9 Millionen Euro umgesetzt, der Gesamtausstoß lag bei 206.900 Hektolitern, davon knapp 187.700 Hektoliter Bier. Besonders erfreulich: Die Position in der heimischen Gastronomie konnte gefestigt werden, im vergangenen Jahr erzielte Zwettler Bier mehr als die Hälfte seines Betriebsergebnisses mit Gastrokunden. Traditionell stark ist das Geschäft in Ostösterreich, doch bereits jedes vierte im Waldviertel abgefüllte Bierfass wird in der Wiener Gastronomie konsumiert. „Wir sehen, dass hier die Nachfrage nach wie vor steigt und immer mehr Gastwirte Zwettler Bier auf ihre Getränkekarte nehmen möchten. 2017 konnten wir mehr als 110 neue Gastronomen, darunter das Yamm! im ersten Bezirk, das Oben auf dem Dach der Wiener Hauptbücherei, Schmid´s in Krems sowie das GAST-house im Golfclub in Lengenfeld als neue Vertriebspartner gewinnen“, zeigt sich Karl Schwarz, Geschäftsführer und Inhaber des Traditionsbetriebes, zufrieden.

Bierwerkstatt Weitra „am Plafond“

Stark entwickelt hat sich die Bierwerkstatt Weitra, die vor 15 Jahren in die Privatbrauerei Zwettl integriert wurde. Mittlerweile ist mit einem Ausstoß von 15.000 Hektolitern die Ka-pazitätsgrenze in der Produktion erreicht, daher werden die entsprechenden Vorkehrungen getroffen, um die nach wie vor steigende Nachfrage künftig bedienen zu können. „Hatte Weitra Bräu vor unserer Übernahme nur lokale Bedeutung, wird heute bereits mehr als zwei Drittel der Menge außerhalb des Waldviertels abgesetzt und hier vor allem in Wien“, so Schwarz.

Spezialbiere und alkoholfreie Getränke mit Regionalitätsbezug

Neben der guten Positionierung in der Gastronomie waren es vor allem die „besonderen“ Getränke aus dem Hause Zwettler, die das Unternehmen im Vorjahr wirtschaftlich gestärkt haben. Stark nachgefragt waren die handwerklich gefertigten Spezialbiere. Ein Beispiel dafür ist das belgische Witbier „Young Symphony“, welches im Vorjahr von zwei im Haus ausgebildeten Jungbrauern quasi als „Gesellenstück“ eingebraut wurde. „Hier hat sich in den letzten Jahren viel am Biermarkt getan“, erklärt Schwarz den Erfolg solcher Spezialbiere: „Die Konsumenten werden probierfreudiger und suchen gezielt nach diesen, oft auch limitierten Brauerzeugnissen. Gerade wir mittelständische Brauereien sind hier maßgebliche Wegbereiter, auch deshalb, weil wir kleinere Mengen einbrauen können und damit der Kreativität fast keine Grenzen gesetzt sind.“

Aber auch im Limonaden-Segment ist Zwettler erfolgreich. Aufgrund des großen Erfolges der Eigenlimonade „Korl“ mit „Mitzi 2017“ brachte die Brauerei ein weiteres alkoholfreies Getränk auf den Markt, welches dem Trend nach regionalen Produkten für regionale Märkte entspricht. Die Limonaden waren sowohl in der Gastronomie als auch bei Veranstaltungen „ein Renner“: 650.000 Flaschen wurden verkauft, das entspricht einem Plus in diesem Segment von 51,8 Prozent.

Beliebtes Zwickl-Bier kommt in die Flasche

Ebenfalls bedienen wird man bei Zwettler den aktuellen Trend und die Nachfrage nach naturtrüben Bieren in der Mehrwegflasche. Ab März 2018 wird daher das beliebte Zwettler Zwickl, „die unfiltrierte Spezialität mit dem regionstypischen Geschmack“, erstmals auch im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich sein, und zwar in der 0,5 Liter Mehrwegflasche im 6er Träger sowie im 5-Liter Partyfass.

Spezialitäten mit dem „gewissen Extra“

Dem Wunsch der Konsumenten nach Spezialitäten wird auch 2018 Rechnung getragen und u.a. das Witbier „Young Symphony“ neu aufgelegt: Im Frühjahr wird das Produkt nochmals für Handel und Gastronomie eingebraut; außerdem wird das Bier in der 0,33-Liter-Flasche in die Spezialitätenbox der CULTURBrauer, die im ganzen Land erhältlich ist, eingebracht. Auch das „Zwettler Black Magic“ – ein Austrian Porter Bier – wird im Herbst 2018 wieder in Fass und Flasche erhältlich sein.

Investition in das Naturprodukt Wasser

Neben den produktseitigen Neuerungen stehen bei Zwettler 2018 auch Investitionen und Maßnahmen in die langfristige Sicherung der Brauwasserqualität sowie eine noch stärkere Fokussierung auf die Themen Nachhaltigkeit und Regionalität an. Bereits im Vorjahr wurde eine halbe Million Euro in das hauseigene Wasserwerk investiert, welches die Brauerei mit dem – nicht nur mengenmäßig – wichtigsten Rohstoff versorgt.

Aber nicht nur beim Thema Wasser widmet sich die Privatbrauerei Zwettl dem Gedanken der Nachhaltigkeit. Im Jahr 2017 konnten bereits 96 Prozent aller verkauften Biere in wiederverwendbare Mehrweggebinden abgesetzt werden. Drei neue Elektroautos im Fuhrpark sorgen für reduzierten Energieverbrauch und geringere Luftschadstoffemissionen im Stra-ßenverkehr.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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