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Produktinnovationen kommen oft zu kurz

28.07.2005

Keine Frage Produktinnovationen kosten ordentlich Zeit und Geld, auch ist die Erfolgsquote nach der Markteinführung nicht immer berauschend und somit werden Produktent-wicklungen und Innovationen oft verschoben bzw. überhaupt nicht gestartet. Dabei gibt es genug erfolgreiche Beispiele aus verschiedenen Branchen, denken Sie z.B. an die Automobilindustrie, wo wahre Feuerwerke an neuen Produkten regelrecht "abgeschossen" werden und auch die "Innovateure" erfolgreich verkaufen und Zuwachsraten von bis zu 12 % - in schwierigen Zeiten - haben.

Ist dieser Trend richtig?

Kennen Sie das oft gehörte Argument "Wir müssen sparen und haben kein Geld für neue Produkte"?
Es ist schon verständlich wenn die Deckungsbeiträge schrumpfen, Kostenrationalisierungen Platz greifen, aber anderseits werden die Produktlebenszyklen auch immer kürzer und so kann eine restriktive Produktentwicklung schnell zum Bumerang werden.
Eine Art Kettenreaktion bahnt sich an, die Geschäfte laufen schlechter, Entwicklungen werden verschoben und es werden weiter die Kosten an schrumpfende Ergebnisse angepasst. Dieses Vorgehen kann nicht erfolgreich sein, ganz im Gegenteil die Zeit ist reif für gutes "Innovationsmanagement".

Was versteht man unter Innovationsmanagement?

Ein altes Sprichwort sagt schon "Stillstand ist schon ein Rückschritt" - implementieren Sie im Unternehmen den Begriff Innovationsmanagement bei den Mitarbeitern, bei allen Überlegungen hinsichtlich Vertrieb und neuer Absatzkanäle. Sie werden sehen, dass Innovationen und Neuigkeiten manchmal auch ohne großen F&E Aufwand zu schaffen sind. Oftmals sind es die kleinen Innovationen - darunter fallen auch Produktverbesserungen - die zum Markterfolg führen und diese kosten nur "Hirnschmalz" und fast keine Kosten.
Oftmals ist es nur ein Schlagwort das zu Erfolg führt - denken Sie an "Daten Highway" welchen Boom das im Internet (www) ausgelöst hat.
Initiieren Sie im Unternehmen die Beschäftigung mit Innovationen oder widmen Sie Meetingzeit über Umsatzrückgänge in Meetingzeit für die Innovationen um.

Nachstehend einige Tipps:

o Etablieren Sie den Begriff "Innovationsmanagement" im Unternehmen
o Analysieren Sie bestehende Produkte auf neue Innovationsmöglichkeiten
o Nutzen Sie externe Entwicklungszentren wie Forschungsinstitute oder Universitäten
o Setzen Sie intern einen Preis für Innovationsbeispiele aus
o Moderierte Innovationsprozesse (möglichst extern moderiert) bringen mehr Erfolg
o Denken Sie im Voraus z.B. Wann geht der Produktlebenszyklus zur Neige und wann benötigen Sie das neue Produkt
o Schauen Sie sich am Markt um, es gibt viele "Gründer", die gute neue Produktideen haben, aber nicht die Finanzmittel um es erfolgreich am Markt zu bringen
o Beziehen Sie bei ihren Überlegungen Konsumenten und Abnehmer mit ein
o Ein Produktakzeptanztest schützt Sie vor unliebsamen Überraschungen bei der Markteinführung
o Nutzen Sie angebotene Innovationsförderungen aus

Friedrich Graf Unternehmensberater, TSM Consulting Managementservice GmbH. Schreiben Sie mir Ihre Meinung unter: mail: graf@tsm.co.at

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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