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PropakTrendtag 2019: Nachhaltigkeit & Kreislaufwirtschaft

11.11.2019

Die Hersteller von Produkten aus Papier und Karton nehmen ihre Verantwortung gegenüber Umwelt, Mitarbeitern und Standort wahr. Im Rahmen ihres jährlichen Trendtags bestätigt eine brandaktuelle Studie: Propak ist die klassische Kreislaufindustrie.  

Es spricht sehr Vieles für Produkte aus Papier und Karton:  Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe, die Verwendung von Recyclingmaterial und eine hocheffiziente Sammlung und Verwertung weisen die Propak als die klassische Kreislaufindustrie aus. „Wir haben geschlossen Kreisläufe und verarbeiten biologisch abbaubares Material“ sagte Georg Dieter Fischer, Obmann Propak, bei der Eröffnung des diesjährigen Propak Trendtags vor rund 100 Branchenvertretern in Wien. „Papierprodukte, Faltschachteln und Wellpappe-Erzeugnisse sind kein Faktor beim vielzitierten Marine Littering! Wir folgen den Grundprinzipien nachhaltigen Wirtschaftens und haben dies in unserer Nachhaltigkeitscharta als Industrie gemeinsam festgeschrieben.“

Die rund 90 industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton aus Österreich können auf eine überdurchschnittliche Bilanz in allen Säulen der Nachhaltigkeit verweisen. Propak-Produkte sind aufgrund des Einsatzes von nachwachsenden, biologisch abbaubaren Materialien und emissionsarmer Produktionsweise maßgeblich daran beteiligt, ihre Produktion nachhaltiger zu gestalten und damit die Umwelt zu schützen.  

Viel erreicht -  stetige Weiterentwicklung

Deshalb haben Fachverband Propak und Propak Austria das Institut für industrielle Ökologie beauftragt, den Status quo der Branche in den drei Bereichen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie, Soziales) zu analysieren. Nun wurden die Ergebnisse im Rahmen des Propak Trendtags präsentiert.

„Im Umweltbereich punktet Propak klar und deutlich durch die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und dem hohen Einsatz von Recyclingmaterialien“, so Studienautor Andreas Windsperger, Geschäftsführer des Institits für industrielle Ökologie. Propak-Betriebe zeichnen sich in der Verarbeitung und Veredelung von Produkten aus Papier und Karton „durch eine hohe Rohstoff- und Energieeffizienz aus“. Im wirtschaftlichen Bereich liegen die Betriebe „dank hoher Wertschöpfung und Investitionen sowie einer starken Exportorientierung (74 Prozent) über dem Industriedurchschnitt“. Als herausfordernd bezeichnet Studienautor Andreas Windsperger die Situation der Mitarbeiterverfügbarkeit, dem Fachkräftebedarf innerhalb der Branche: „Hier laufen bereits zahlreiche Ausbildungsprogramme, die zu einer Verbesserung der Situation beitragen sollten“.

Auch in der dritten Säule der Nachhaltigkeit, dem Sozialbereich, liegt laut Studienautor Windsperger, die Propak-Branche „über dem Industriedurchschnitt dank guter Arbeitsbedingungen, Aufstiegschancen und hoher Sozialleistungen.“

Nachhaltigkeit & Kreislaufwirtschaft

In seiner Keynote betonte Horst Bittermann, Präsident der Vereinigung Pro Carton, dass Konsument/innen immer zu jenem Produkt greifen, „das ihnen das beste Gefühl vermittelt“. In einer EU-weiten Studie unter 7.000 Konsumenten habe sich gezeigt, dass sich bei gleichem Produkt 81 Prozent der Befragten für eine Verpackung aus Karton entscheiden. „Das heißt, wir sind in den Herzen der Konsumenten angekommen, denn wir haben das nachhaltigste Verpackungsmaterial.“

Unter dem Titel „Erfolgsfaktoren der Kreislaufwirtschaft“ erläuterte Julika Dittrich vom Umweltdachverband die EU-Ziele und Handlungsoptionen für mehr Kreislaufwirtschaft in Europa. „Gerade Unternehmen spielen bei der Umgestaltung der Produktions- und Konsummuster sowie der Wertschöpfungsketten eine Schlüsselrolle“, so Dittrich. Ihr Credo: „Kreislaufwirtschaft braucht mehr unternehmerischen Mut!“ Und dass auch die Bierkultur sehr viel mit Verantwortung zu tun hat, bewies der unterhaltsame wie informative Praxisinput unter dem Titel „Brewing for a better World“ von Gabriela Maria Straka, CSR- und Kommunikationsverantwortliche der Brau Union Österreich.

Der Propak Trendtag 2019 endete mit einem hochkarätigen Stakeholder-Talk mit Christine Hochholdiger vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Caroline Babendererde für den Verein Getränkekarton Austria, Michael Ritzinger von der GPA djp, Marko Schuster von Mondi Technical Films und Propak-Obmann Georg Dieter Fischer. Der Propak Trendtag stand unter der Patronanz des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus.

Studie „Nachhaltigkeit in der Propak-Industrie“

Die Studie des Instituts für industrielle Ökologie wurde im Auftrag des Fachverbandes Propak erstellt. Das Management Summary steht unter www.propak.at zum Download bereit.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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