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Entsorger müssen allen Sammel- und Verwertungssystemen die gleichen Gebühren für die getrennte Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen berechnen.

Reclay UFH lässt Verdacht der Wettbewerbsverzerrung prüfen

09.11.2015

Die Reclay UFH GmbH gehört zu den führenden Sammel- und Verwertungssystemen für Verpackungen in Österreich und prüft nun eine eventuelle Ungleichbehandlung.

Gemäß den gesetzlichen Vorschriften für die Rücknahme und Verwertung von Haushaltsverpackungen gilt für Entsorgungsunternehmen die Pflicht zur Gleichbehandlung der Systempartner. Die Entsorger müssen daher allen Sammel- und Verwertungssystemen die gleichen Gebühren für die getrennte Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen berechnen. In vier Fällen erhärtete sich bei der Reclay UFH GmbH jedoch der dringende Verdacht, dass dem Unternehmen bis zu zehn Prozent höhere Kosten durch den Entsorgungspartner in Rechnung gestellt wurden. Dies hat eine deutliche finanzielle Mehrbelastung und damit einen erheblichen Wettbewerbsnachteil zur Folge.

Stärkere Kontrolle in der Zukunft

In zwei der vier Fälle, die fast 20 Bezirke in Österreich betreffen, konnte bereits eine Einigung mit dem Entsorgungsunternehmen über eine Verrechnung der seit Jänner 2015 zu viel gezahlten Entsorgungskosten erzielt werden. Bei einem weiteren Fall hat die Reclay UFH nun entsprechend Meldung an die Verpackungskoordinierungsstelle erstattet und das inkriminierte Verhalten darüber hinaus auch beim zuständigen Umweltministerium angezeigt. Von der Koordinierungsstelle wurde daraufhin ein Wirtschaftsprüfer mit dem Fall betraut und eine Kontrolle der Einhaltung der Gleichbehandlung eingeleitet.

Überprüfung aller Entsorgungspartner

„Wir sind froh, dass die bekannten Fälle nun nach und nach aufgerollt werden. Allerdings besteht aufgrund des offensichtlichen Fehlverhaltens mehrerer Entsorgungsunternehmen der dringende Verdacht auf weitere gesetzwidrige Ungleichbehandlungen“, erläutert Dr. Christian Keri, Geschäftsführer der Reclay UFH GmbH. „Wir werden daher in den kommenden Wochen eine Überprüfung all unserer Entsorgungspartner durchführen, um etwaige unzulässige Benachteiligungen und Wettbewerbsverzerrungen auszuschließen“, so Keri abschließend. Das Unternehmen entstand 2010 aus einer Kooperation der international tätigen Reclay Group mit dem renommierten österreichischen Umweltforum Haushalt (UFH). Die Reclay UFH übernimmt für Unternehmen die Rücknahme- und Verwertungspflichten von Verpackungen gemäß der Verpackungsverordnung und bietet individuelle Lizenzierungslösungen an. Das Unternehmen schließt mit seinem Angebot Produkt- und Materialkreisläufe mit dem Ziel, Abfall als Sekundär-Rohstoff fast vollständig in den Produktionsprozess zurückzuführen.

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