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Regiodata-Studie der Konsumausgaben in Österreich

11.11.2019

Jeder Einwohner in Österreicher gibt im Durchschnitt € 22.700,- pro Jahr für Konsumzwecke aus. Im europäischen Vergleich liegt Österreich damit an 7. Stelle.

In den letzten zehn Jahren ist dieser Wert um insgesamt + 26% gestiegen, was auch inflationsbereinigt ein leichtes Plus bedeutet. Wofür dieses Geld ausgegeben wird, hat sich jedoch stark verändert.

Veränderte Ausgaben: Mehr für Ernährung und Wohnen

Aktuell ist bei den Ausgaben der „größte Brocken“ – und weiterhin steigend - mit € 3.900 die Ernährung. Der Anteil an den Gesamtausgaben hat sich in den letzten zehn Jahren von 15 % auf 17 % erhöht. Der Wert für Wohnen folgt mit € 3.800 knapp dahinter, auch dieser Anteil hat sich seit 2008 von 15 % auf 17 % erhöht. Zählt man die Heizungs- und Energiekosten mit, so beträgt der Anteil der Wohnkosten sogar 21% der gesamten Konsumausgaben. Die Bereiche Verkehr (€ 3.100) und Erholung/Bildung (€ 2.400) haben sich hingegen anteilsmäßig nicht verändert. Für klassische Konsumprodukte wie Bekleidung, Schuhe, Elektronik, Hausrat, Möbel, etc. (insgesamt € 3.100) wird hingegen heutzutage anteilsmäßig weniger Geld ausgegeben als noch vor zehn Jahren. Der Einzelhandel kann aktuell nur mehr 26 % der privaten Konsumausgaben binden – vor 10 Jahren waren es noch über 30 %.

Verzehr außer Haus nimmt kontinuierlich zu

Deutlich mehr Geld als im Jahr 2008 geben die Österreicher aktuell für die Ernährung (+ 45 %) aus. Ausschlaggebend für die Steigerungen im Bereich Ernährung sind insbesondere die höheren Ausgaben für den Verzehr außer Haus (+ 67 %). Das Außer-Haus-Essen beträgt rund 34 % der gesamten Konsumausagen für Ernährung, vor 10 Jahren waren es noch bescheidenere 29 %. Immer mehr Österreicher bevorzugen es, außer Haus zu konsumieren. Neben beruflichen Gründen tragen dazu auch das immer wichtiger werdende gesellige Beisammensein und Bequemlichkeit bei. Auch die Systemgastronomen bieten viele neue interessante Konzepte an, was den Anforderungen des modernen Verbrauchers entspricht. Die Konzepte reichen von schnellem, billigem Hungerstillen über trendige bio-, vegan und sonstiges Gesund-Essen zu gediegeneren Wohlfühlrestaurants für Steaks, Sushi oder Fusionsküche.

Trend zur gesunden Ernährung pusht Lebensmittel-Ausgaben

Die Produktkategorien Obst und Gemüse (+ 45 %), alkoholfreie Getränke (+ 42 %), Brotwaren (+ 42 %) sowie Milchrodukte und Eier (+ 35 %) tragen zur Steigerung der Konsumausgaben für Ernährung überdurchschnittlich bei. Der Anstieg ist auf den umfassenden Trend zur gesunden Ernährung – und damit teurere Produkte - zurückzuführen. Die Konsumenten investieren mehr in Bio-Lebensmittel, und der Anteil an Bioprodukten steigt weiter. Es werden auch mehr Obst, Gemüse und Milchprodukte von regionalen Bio-Produzenten konsumiert. Die Steigerung der Konsumausgaben für Tiefkühlprodukte, alkoholische Getränke und Fleischwaren ist vergleichsweise unterdurchschnittlich.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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