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In Salzburg sprechen sich 95 Prozent der Handelsangestellten gegen eine generelle Sonntagsöffnung aus.

Reibebaum Sonntagsöffnung

21.07.2016

Nach Wien hat die Gewerkschaft nun auch in Salzburg Land die Handelangestellten nach ihrer Meinung zu einer gänzlichen Sonntagsöffnung gefragt: 95 Prozent habe sich dagegen ausgesprochen. Die HANDELSZEITUNG hat sich die Gründe dafür genauer angesehen.

Schon seit vielen Jahren ist die Sonntagsöffnung der Handelsbetriebe in Österreich ein heißes Thema. Zwar gibt es in acht Bundesländern schon Tourismuszonen bzw. Tourismusorte, wo der Handel auch am Sonntag offen halten darf, flächendeckend scheint eine Sonntagöffnung aber weiterhin in weiter Ferne zu liegen. In Wien, wo es trotz mehrfacher Anläufe der Wirtschaftskammer nicht einmal eine definierte Tourismuszone gibt, haben sich 2014 bei einer GPA-djp-Umfrage (Gewerkschaft für Privatangestellte, Druck, Journalismus, Papier) 87 Prozent der Befragten Angestellten im Einzelhandel gegen eine Sonntagsöffnung ausgesprochen. Dieses Ergebnis wurde nun in Salzburg getoppt. Bei der aktuellen Umfrage der Salzburger GPA-djp lehnen sogar 95 Prozent eine Sonntagsöffnung im Handel ab. Diese eindeutige Ablehnung ist für Gerald Forcher, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Salzburg, einen klaren Auftrag, sich auch in Zukunft für einen freien Sonntag stark zu machen.

Hoher Rücklauf bei LEH-Mitarbeitern

Die sehr detaillierten Umfragebögen (Wien hat dagegen nur grundsätzlich ein ja/nein zu den Tourismuszonen und der Sonntagsöffnung abgefragt) gingen an ca. 16.000 Handelsangestellte, die Rücklaufquote lag bei 16 Prozent. Interessant dabei ist, dass bei der Aufteilung nach Branchen der Lebensmittelhandel mit einer Beteiligung von 40 Prozent den stärksten Anteil hat. Das liegt vielleicht daran, dass in den Tourismusgebieten am Sonntag erst seit 2014 Lebensmittel an sich verkauft werden dürfen, vorher war nur Reiseproviant erlaubt. Weshalb die Einführung noch frisch in den Köpfen verankert sein wird.  Insgesamt wird der Rücklauf von 16 Prozent aber als „gut“ bezeichnet. Was jedoch gleichzeitig bedeutet, dass 84 Prozent das Thema für sich als nicht so wichtig empfunden haben, um sich daran zu beteiligen.

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Sonntagszuschläge sind nicht immer korrekt

 

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