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Schon 18 Prozent der Österreicher kaufen per Smartphone ein - Tendenz stark steigend.

Rekordergebnisse im Distanzhandel

22.06.2016

Die neue Studie „Konsumentenverhalten im Distanzhandel 2016“ des Handelsverbandes und der Plattform „Versandhandel und E-Commerce“ in Zusammenarbeit mit der KMU Forschung Austria zeigt eine konstante Käuferanzahl und steigende Ausgaben im Distanzhandel, verändertes Kaufverhalten und einen deutlichen Anstieg im Smartphone-Shopping.

„Es führt kein Weg am Mobile-Commerce vorbei. Das Smartphone ist der kleinste Laden der Welt, mit den größten Umsatzzuwächsen. Das belegt jetzt auch unsere brandaktuelle Studie Konsumentenverhalten im Distanzhandel 2016 eindrucksvoll“, erläutert Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Die Studie befragte im Analysezeitraum Mai 2015 bis April 2016 2000 Österreicher ab 15 Jahren zu ihrem Kaufverhalten im Distanzhandel, der neben dem Internethandel, auch den "klassischen" Versandhandel und Teleshopping mit einbezieht.

Kein Ende des Smartphone-Booms

18 Prozent der Österreicher haben im Analysezeitraum 2016 per Smartphone eingekauft. Damit steigt die Zahl der Smartphone-Shopper von 1,0 Mio. (in der Vorjahresperiode) auf 1,3 Mio. nochmals deutlich an. „Zurückzuführen ist das schnelle Wachstum vor allem auf die Alterskohorte 15-29 Jahre, in der bereits 43 % mittels Smartphone einkaufen“, so Studienleiter Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria. Die Gesamtausgaben beim Smartphone-Shopping steigen gegenüber der Vorjahresperiode um 20 Prozent auf 420 Mio. Euro im Jahr an, was 6 Prozent der Distanzhandelsausgaben entspricht. Die höchsten Ausgaben beim Smartphone Shopping entfallen auf Bekleidung/Textilien, erstmals gefolgt von Elektroartikeln und erst an dritter Stelle von Büchern.

Online-Handel wird immer wichtiger

67 Prozent bzw. 4,9 Mio. Österreicher haben zumindest einmal Einzelhandelswaren im Distanzhandel eingekauft. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl damit konstant hoch geblieben. Veränderungen zeigen sich hingegen in der Nutzung der verschiedenen Bestellmöglichkeiten im Distanzhandel. Während der Anteil der Österreicher, die in Online-Shops kaufen, erstmals die 50-Prozent-Marke erreicht, stagnieren die „traditionellen“ Bestellformen, wie postalische und telefonische Bestellung im Versandhandel auf geringem Niveau. Steigende Käuferzahlen im Distanzhandel zeigen sich aktuell insbesondere bei Sportartikeln.

Geringste Retourenquote bei „Click & Collect“

Die Ausgaben der Österreicher im Distanzhandel steigen nochmals um 3 Prozent an und erreichen 7,3 Mrd. Euro was 11 Prozent der einzelhandelsrelevanten Konsumausgaben entspricht. Ermöglicht wird der Ausgabenanstieg, anders als in der Vorjahresperiode 2015 nicht durch steigende Käuferzahlen, sondern durch wachsende durchschnittliche Ausgaben pro Käufer, die aktuell das Rekordniveau von 1500 Euro p.a. erreichen. Es wird aber nicht nur bestellt, sondern dann und wann auch etwas zurückgesendet. Das haben 39 Prozent der Distanzhandelskäufer gemacht. Damit ist die Retourquote gegenüber der erstmaligen Analyse im Jahr 2014 konstant geblieben. Große Unterschiede in den Retourquoten zeigen sich jedoch bei den verschiedenen Bestellmöglichkeiten. Die höchsten Retourquoten weisen die Internet-Einkäufe bei Onlineshops auf. Die geringste Retourquote ist beim Einkauf im Internet und Abholung im Ladengeschäft zu beobachten, wobei „Click & Collect“ noch sehr wenig genutzt wird.

 

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