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Rewe für einen bewussten Umgang mit Zucker

14.05.2018

Um den Kunden eine größere Wahl an gesünderen Produkten zu bieten starten Billa, Adeg und Merkur die Nachhaltigkeits-Initiative „Du bist Zucker. Wie viel Zucker brauchst du noch?“. Das Besondere daran: Konsumenten haben ein Mitspracherecht.

„Jede unserer Marken ist für sich genommen schon sehr stark. Aber wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir noch deutlich mehr bewegen“, erklärt Rewe International AG Vorstand Marcel Haraszi. Bewegen soll die erste gemeinsame Kampagne der Rewe-Töchter Billa, Adeg und Merkur vor allem die Kunden zur Entwicklung eines Bewusstseins für eine gesunde Ernährung und einen gesunden Lebensstil. Was das Unternehmen explizit nicht will, ist die Bevormundung der Kunden. Stattdessen will man ein neues gesünderes Eigenmarkensortiment gemeinsam mit ihnen gestalten. Deswegen können sich Konsumenten der Frage „Du bist Zucker. Wie viel Zucker brauchst du noch?“ ab 17. Mai selber stellen. Per-Online-Voting (www.wenigerzucker.at) kann man den Favoriten aus vier unterschiedlich zuckerintensiven Schokopuddings (- 20%, -30%, -40% und 100% Zucker) wählen. Insgesamt 400.000 Pudding-Probiersets sind während des Abstimmungszeitraums (17.05.2018-30.06.2018) in den teilnehmenden Supermarktketten erhältlich. Der Dessert-Sieger kommt dann dauerhaft ins Kühlregal.

Nur der Startschuss

Der Pudding soll lediglich der Anfang der Initiative sein. In Zukunft wollen die Lebensmittelhändler einen leichteren Zugang zu zuckerreduzierten Lebensmitteln ermöglichen und Plattform dafür sein. Weitere Konsumenten-Umfragen und Abstimmungen sind geplant, denn entscheidend für den Erfolg der Kampagne ist schließlich der Kaufwille der Kunden.

Das gesamte Eigenmarken-Sortiment von Preiseinstiegs-Marken bis hin zum Bio-Bereich wird momentan umfassend auf eine mögliche Zucker-, aber auch gleichzeitig Salzreduktion hin überprüft. Heuer sollen noch weitere Eigenmarken, mit mindestens 30 Prozent weniger Zucker als vergleichbare Lebensmittel, sukzessive in die Sortimente von Billa, Merkur und Adeg einfließen. Dadurch soll bis 2023 der Zuckergehalt bei rund 200 Artikeln reduziert werden. Bei Produkt-Neuentwicklungen, sowohl im Eigenmarken-Segment wie auch in der Zusammenarbeit mit Lieferanten, wollen die Handelsketten in Zukunft verstärkt auf den Zucker- und Salzgehalt geachtet. Umgesetzt wird das mit der Einsetzung eines eigenen Steuerkreises ‚Zucker‘ zur Produkt-Evaluierung und Weiterentwicklung. Der Fokus soll besonders auf den Kategorien Molkereiprodukte, Süßwaren, süße Feinbackwaren, Eis, Obstkonserven, Convenience-Produkte und alkoholfreie Getränke.

Ein langer Weg

Haraszi betont das der Weg zum Ziel der kompletten Zuckerreduktion ein langer ist, weshalb es auch noch keine genauen Informationen darüber gibt, welche Maßnahmen als nächstes getroffen werde. Die Rezepturänderungen sind komplexe, umfangreiche und langwierige Vorgänge, wobei die Möglichkeiten zur Zuckerreduktion zwischen den unterschiedlichen Warengruppen variieren. Es geht dabei um Faktoren wie Konsistenz, gewohnte Sensorik, Haltbarkeit, etc. und vor allem um die Kundenakzeptanz eines geänderten Geschmacks. Denn die neuen Rezepturen sollen nicht auf künstlichen Süßstoffen basieren. Lebensmittel und Getränke die bereits eine maßgebliche Zuckerreduktion von 30 Prozent erfüllen, sollen ab sofort auch am POS verstärkt in den Fokus gerückt werden. Deswegen wird die Kampagne auch in unterschiedlichen Kommunikationskanälen, sowohl im Geschäft und Kundenmedien, als auch in sozialen Netzwerken und Fernsehen präsentiert.

Bereits „Entsüßt“

Wer jetzt schon zu gesünderen Produkten greifen will, ist mit beim „Ja!Natürlich“-Sortiment gut aufgehoben. Die Rewe-Bio-Eigenmarke verzichtet schon jetzt verstärkt, teils sogar gänzlich, auf Zucker, sowie auf künstliche Aromastoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel. Genauso wie die Eigenmarken Hofstädter, Chef Menü und Simply Good. Bei den beiden Convenience-Linien wird, bis auf ein paar Ausnahmen, auch darauf geachtet den maximalen Salzgehalt der WHO (max. 1,5g/100g) nicht zu überschreiten. Auch bei den preiswerteren Linien wie Clever oder Merkur immer gut sind schon aktuell zuckerreduzierte Artikel zu finden.

Autor/in:
Angela Flaggl
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