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Rewe International Vorstand Marcel Haraszti und Klaus Schwertner, Geschäftsführer und Generalsekretär der Caritas. Die Rewe Group Österreich leistet einen Beitrag zur Soforthilfe und übergibt der Caritas und dem Roten Kreuz als Überbrückung je 40.000 MNS

Rewe gibt Masken-Selbstkosten an Kunden weiter

06.04.2020

Mund-Nasen-Schutz (MNS) wird derzeit überall auf der Welt händeringend benötigt – nicht zuletzt auch im österreichischen Pflegewesen. Deshalb setzen Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg nach der ersten Gratisverteilung nun bewusst ein Signal für einen verantwortungsvollen Umgang und gegen Verschwendung: Die Masken werden gegen einen Unkostenbeitrag von 1 Euro pro Stück abgegeben.

Die Kunden vonBilla, Merkur, Penny, Bipa und Adeg können auch von zuhause mitgenommene bzw. selbst produzierten Mund-Nasen-Schutz für ihren Einkauf verwenden – die Verwendung von selbst hergestelltem Schutz aus Stoff, etwa aus Tüchern und Schals, ist ebenfalls zulässig.

Seit Mittwoch 1.4.2020 wurde – wie vom Gesundheitsministerium vorgesehen - ein erstes MNS-Kontingent als „Erstausstattung“ den Kunden/innen kostenfrei und so lange der Vorrat gereicht hat, zur Verfügung gestellt – ebenfalls mit der Bitte, sorgsam damit umzugehen und den Schutz nach Möglichkeit mehrfach zu verwenden (**).

Kostenbeitrag soll an verantwortungsvollen Umgang erinnern

Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg gehe es mit dem Kostenbeitrag darum, alle Kunden, die einen Einweg-MNS bevorzugen, daran zu erinnern, dass sie ein wertvolles, weltweit knappes Gut in Händen halten und sie zu bitten, verantwortungsvoll damit umzugehen. „Gerade wo angesichts der weltweiten Knappheit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pflegewesen ein solcher Schutz fehlt. Sie aber sind darauf angewiesen, wenn sie ihre verantwortungsvolle Arbeit machen und dabei ihre Gesundheit riskieren“, betont REWE International AG-Vorstand Marcel Haraszti. Verdient werde daran definitiv kein Cent, der Kostenbeitrag bilde nicht einmal die Selbstkosten ab.

Rewe leistet Überbrückungshilfe für MNS-Mangel im Pflegewesen

Durch den weltweit hohen Bedarf an MNS kommt es derzeit zu Produktions- und Lieferverzögerungen, viele Märkte sind leer gekauft, die Preise steigen. „Uns gelingt es nur unter größten Anstrengungen den für unsere Kunden benötigten MNS mit Einzel-Bestellungen in aller Herren Länder und Transportflügen rund um den Globus zu beschaffen“, so Marcel Haraszti, „und zum Beispiel das Pflegewesen steht vor der gleichen, enorm schwierigen Beschaffungslage. Viele Organisationen aus dem Pflegebereich haben sich deswegen bei uns gemeldet und um Unterstützung gebeten, da sie händeringend für den sofortigen Einsatz nach Mund-Nasen-Schutz suchen. Denn diese fehlen an allen Ecken und Enden – gerade dort, wo die Mitarbeiter jetzt für die besonders gefährdeten Risikogruppen da sind und dabei ihre Gesundheit riskieren. Das ist auch der Grund, warum wir ein Signal gegen die unbedachte Verschwendung von MNS setzen.“

Deshalb wird die Rewe Group Österreich einen Beitrag zur Soforthilfe leisten und übergibt der Caritas und dem Roten Kreuz als Überbrückung je 40.000 MNS: „Um die schnell zu unterstützen, die - rund um die Uhr und in ganz Österreich - uns alle unterstützen.“

Kurzfristige Erlass-Auflagen bis 6.4. nicht zur Gänze umsetzbar

Der jüngste Erlass des Gesundheitsministeriums sieht ab Montag, 6.4.2020, auch weitere Vorgaben wie das verpflichtende Tragen von Einweg-Handschuhen für alle Filial-Mitarbeiter/innen, das Aufstellen von Desinfektionsspendern an allen Standorten, das Desinfizieren der Griffe der Einkaufswagen nach jedem Gebrauch und die Beschränkung der Kundenzahl in den Filialen, um den notwendigen Abstand wahren zu können, vor. Bei Einweg-Handschuhen und Desinfektionsmitteln stehen Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg vor den gleichen Herausforderungen wie beim MNS: Es wird seit Wochen alles getan, die schon vor längerer Zeit bestellten Kontingente trotz Grenzsperren, Ausfuhrverboten und Lieferverzögerungen nach Österreich zu bekommen und weitere Nachschub-Lieferungen zu organisieren. Auch die Beschränkung der Kundenzahl stellt eine riesige organisatorische Herausforderung dar: „Wir werden alles daran setzen, die Vorgaben des Erlasses raschestmöglich zu erfüllen, aber das ist beim besten Willen mit Stichtag 6. April nicht für alle unsere 2.550 Standorte mit 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umsetzbar“, betont der Rewe International AG-Vorstand.

Mo, Di, Mi als Oster-Einkaufstag nutzen!

Und schließt eine Bitte an alle Kunden/innen an: „Wählen Sie für Ihren Oster-Einkauf nicht nur den Freitag oder Samstag, planen Sie bitte so, Ihre Einkäufe schon Anfang oder Mitte der Woche zu tätigen. Damit können wir alle gemeinsam vermeiden, dass zu viele Kunden knapp vor Ostern in die Filialen kommen und wir Maßnahmen wie Blockabfertigung setzen müssen.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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