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v.r.n.l. Hubert Wammes (Bauer und Lieferant EO Oberinntalobst), Tanja Dietrich-Hübner (Leitung Stabstelle Nachhaltigkeit Rewe International AG), Leonore Gewessler (Global 2000)

Rewe & Global 2000 feiern 15 Jahre Pestizidreduktionsprogramm

26.09.2018

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Kooperation zur Pestizidreduktion bei Obst und Gemüse, ziehen die Projekt-Partner Rewe International AG und Global 2000 Bilanz und geben einen Ausblick für zukünftige Maßnahmen.

Am Anfang stand der Paprika, den Global 2000 im Jahr 2002 auf Pestizid-Rückstände testete. Die Proben aus den verschiedenen Handelsketten vielen schlecht aus, denn auf dem Gemüse wurden hohe Belastungen von gesundheitsschädlichen Pestiziden gefunden.  Billa reagierte und schlug eine Kooperation vor, um ein Projekt gegen Pestizidrückstände zu entwickeln, damit fiel 2003 der Startschuss für das gemeinsame Pestizidreduktionsprogramm (PRP). Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde gemeinsam mit Produzenten Grenzwerte entwickelt, die im Gegensatz zu den gesetzlichen Grenzwerten, welche Landwirtschaftliche Interessen berücksichtigen, auf die Gesundheit der Konsumenten abgestimmt sind. Seit mittlerweile 15 Jahren werden Obst und Gemüse bei den Handelsfirmen der REWE International AG wöchentlich von Global 2000 anhand von gesundheitsrelevanten Vorgaben, auf Rückstände von über 500 Pestiziden kontrolliert. Wenn eine Probe nicht in Ordnung ist, landet das Produkt auch nicht im Supermarkt, egal ob es in Österreich oder im Ausland produziert wurde. Dafür unterstützt ein Team an qualifizierten Agrartechnikern und Biologen die Produzenten weltweit dabei mit alternativen Methoden hochwertiges Obst und Gemüse zu produzieren.

Erfolg auf ganzer Linie

Mittlerweile sind auf den Produkten des PRPs immer weniger Rückstände zu finden, manchmal sogar keine. Da das Ausmaß der Stoffe auch saisonal variiert, kann die aktuelle Lage jederzeit online auf der Billa- oder Merkur-Homepage abgerufen werden. Deshalb gibt es auch keine Kennzeichnung direkt auf den Produkten in der Obst und Gemüseabteilung. Auch die Zahlen sprechen für die Bemühungen der zwei Unternehmen: 2004 wurde die gesetzlichen Höchstwerte noch bei 37, von insgesamt 422 Proben überschritten, 2017 gab es lediglich 11 schwarze Schafe und das bei einer Anzahl von 1614 Proben (-70%). Ebenso sanken die Überschreitungen der strengen RPP-Werte von 9,7 Prozent auf fünf Prozent. Dieser Erfolg soll sich jetzt auch international in der REWE Group fortsetzten: Die Grenzwerte gelten seit 2018 auch für Obst und Gemüse der REWE Group Handelsfirmen in ganz Europa.

Der nächste große Schritt des Programms wird die Reduktion körpereigener Hormone, die den Hormonhaushalt von Mensch und Tier negativ beeinflussen können. Bis 2020 ist geplant null Rückstände bei den häufigsten hormonell wirksamen Pestiziden zu erreichen. „Das ist für die Experten von Global 2000 und für die Produzenten noch ein schönes Stück Arbeit, aber es lohnt sich. Dass die Rewe International AG den Weg Richtung Nullrückstände und naturverträglicher Produktion ohne Pestizide weiterhin tatkräftig unterstützt ist eine echte Erfolgsgeschichte, “ so Elenore Gewessler, Geschäftsführerin von Global 2000.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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