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Rewe zieht Bilanz

23.05.2012

Die Sanierung des Diskonters Penny hat die Bilanz des zweitgrößten deutschen Handelskonzerns Rewe belastet. Der operative Konzerngewinn (EBITDA) ging 2011 um 140 Mio. Euro oder knapp 11 Prozent auf rund 1,18 Mrd. Euro zurück. Konzernchef Alain Caparros bekräftigte bei der Bilanzvorlage in Köln, dass sich Rewe nicht aus dem Diskontgeschäft verabschieden werde.

Alain Caparros

Die Tochter Penny werde ihre Position behaupten. Penny, der viertgrößte Diskonter in Deutschland nach Aldi, Lidl und Netto, schrieb 2011 nach früheren Angaben rote Zahlen. Ein Umbau soll die Tochter profitabel machen.

 

Der Konzernumsatz stieg 2011 um 3,4 Prozent auf die Rekordhöhe von 40,3 Mrd. Euro. Als starker Wachstumsmotor erwiesen sich die konzerneigenen Rewe-Supermärkte in Deutschland, die ein Umsatzplus von fast 10 Prozent erzielten. Im Vergleich dazu sei der Branchenumsatz des Lebensmittel-Einzelhandels in Deutschland im vergangenen Jahr nur um 2,4 Prozent gewachsen. Mit Preisaktionen, längeren Öffnungszeiten und Modernisierungen gewännen die Supermärkte Marktanteile hinzu.

 

Die gesamte Rewe-Gruppe inklusive der selbstständigen Kaufleute beschäftigt im In- und Ausland 323.000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr seien europaweit knapp 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

 

Mit einem Umsatzanstieg von 6,9 Prozent entwickelte sich das Geschäftsfeld Vollsortiment National (Rewe, toom Verbrauchermarkt) zum zweiten Mal in Folge erheblich besser als der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland, der im Jahr 2011 einen Anstieg von lediglich 2,4 Prozent verzeichnen konnte. Mit 15,2 Milliarden Euro (2010: 14,2 Milliarden Euro) erzielte das Geschäftsfeld erneut einen Rekordumsatz. Einen maßgeblichen Beitrag dazu leisteten die Rewe Supermarkt-Filialen mit einem Umsatzplus von 9,7 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro. Damit bleibt das Vollsortiment National die umsatzstärkste Geschäftseinheit der Rewe Group. Treiber des Erfolges sind hohe Innovationskraft, ein konsequent kundenorientiertes Formatportfolio und die kontinuierliche Verbesserung der Kosten und Prozesse.

 

Geschäftsfeld Vollsortiment International Das Geschäftsfeld Vollsortiment International (BILLA, MERKUR, BIPA) umfasst die Aktivitäten der REWE Group in Österreich und Italien sowie Mittel- und Osteuropa. Im Vergleich zum Vorjahr wurde eine Umsatzsteigerung von 2,5 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. In Österreich ist das Vollsortiment deutlich stärker gewachsen als der Gesamtmarkt und hat die Position als Marktführer weiter ausbauen können. Die Geschäftseinheit erwirtschaftete einen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 4,6 Prozent. Der Umsatz in Mittel- und Osteuropa konnte um 3,2 Prozent auf insgesamt 2,4 Milliarden Euro gesteigert werden. Der wachstumsstärkste Auslandsmarkt ist weiterhin Russland. Dort stieg der Umsatz um 14,6 Prozent auf 436 Millionen Euro.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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