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Rohkaffeepreis gestiegen

02.12.2010

Auch im Spätherbst 2010 setzten die Rohkaffeepreise an den internationalen Börsen ihren Höhenflug fort.

Der von der International Coffee Organization (ICO) berechnete Durchschnittspreis für Rohkaffee* stieg im November 2010 (Stand: 29. 11.) gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um rund 50 Prozent auf 174,1 US-Cent/Pfund – das ist der höchste Wert des heurigen Jahres. Kurzzeitig explodierten die Preise sogar auf über 180 US-Cent/Pfund. Ungünstige Witterungsbedingungen sowie steigende Produktionskosten ließen die Ernteprognosen geringer ausfallen als erwartet und beunruhigten die Märkte. Vor allem hochwertige Arabica-Bohnen erzielten Rekordpreise: Mit Spitzenwerten von 255 US-Cent kostete ein Pfund kolumbianischer Hochland-Arabicas im November 2010 viermal so viel wie 2002 (2002: 64,78 US-Cent/Pfund). Auch die Preise für Robusta-Bohnen zogen nun auf rund 90 US-Cent/Pfund an (November 2009: 69,48 US-Cent/Pfund).

Kaffee ist das Trendgetränk des 21. Jahrhunderts. Die Nachfrage in den Industrieländern ist kontinuierlich hoch, und auch Schwellenländer wie China, Indien oder die osteuropäischen Staaten kommen zunehmend auf den Kaffee-Geschmack. Durch vermehrt auftretende ungünstige Witterungsbedingungen infolge des Klimawandels konnte die Produktion jedoch nicht im gleichen Tempo schritthalten, und in neu ausgesetzten Kaffeeplantagen kann erst ab dem vierten Jahr geerntet werden. Es wird also etwas dauern, bis die Produktion wieder voll an den Nachfrageboom angeglichen werden kann. Die diesjährigen Verknappungen wurden zusätzlich durch Spekulation verschärft.

Darüber hinaus steigt erfreulicherweise der Anteil von nachhaltig und fair produziertem Kaffee am Weltverbrauch kontinuierlich an. Dieser Trend schlägt sich auch in höheren Durchschnittspreisen nieder, da für unter fairen Bedingungen produzierten Kaffee, einschließlich der Kosten für entsprechende Kontrollen, höhere Preise erforderlich sind.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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