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Rohkaffeepreise weiterhin hoch

30.04.2009

Im ersten Quartal 2009 bewegten sich die Weltmarktpreise für Rohkaffee weiterhin auf hohem Niveau. Verglichen mit den spekulationsbedingten Rekordwerten im Jahr 2008 kam es zwar zu einer Entspannung auf 105,9 US-Cent je Pfund im März 2009 (März 2008: 136,2 US-Cent), die aber zu einem großen Teil durch den Dollar-Kurs wieder ausgeglichen wurde.

Nach den "Spekulationskapriolen" in der ersten Jahreshälfte 2008 mit Werten von bis zu 138,8 US-Cent je Pfund kehrten die Preise für Rohkaffee an den internationalen Warenbörsen bereits im vierten Quartal 2008 auf ein solideres Niveau zurück. Diese Entwicklung setzte sich auch im ersten Quartal 2009 fort: Im März 2009 belief sich der von der International Coffee Organization ICO berechnete Durchschnittspreis auf 105,9 US-Cent/Pfund, nach 107,6 US-Cent im Februar bzw. 108,4 US-Cent im Jänner 2009.

"Verglichen mit den Rekordpreisen des Vorjahres, erleben wir eine Entspannung. Die Durchschnittspreise für Rohkaffee pendeln sich aktuell auf dem hohen Niveau des Jahres 2007 ein, bewegen sich aber immer noch deutlich über den Jahre 2004 bis 2006, als man im Jahresdurchschnitt 62 bzw. 95 US-Cent für ein Pfund bezahlen musste, wobei auch die Entwicklung des Dollar-Kurses zu berücksichtigen ist." resümiert Mag. Gerald Steger, Geschäftsführer von café+co, dem größten Kaffeeautomaten-Betreiber in Österreich sowie Zentral- und Osteuropa.

Kolumbianischer Hochland-Arabica wird teurer

Bei den Standard-Kaffeesorten erwartet Steger im heurigen Jahr keine gravierenden Preissteigerungen: "Die Ernten in den Hauptanbau-Ländern Brasilien und Vietnam dürften aus heutiger Sicht gut ausfallen. Das wird sich stabilisierend auf die Preise auswirken". Anders sieht es jedoch bei Arabica-Bohnen aus Kolumbien aus, die wegen ihres milden Geschmacks in Österreich besonders beliebt sind. Im laufenden Jahr stieg der ICO-Durchschnittspreis für kolumbianische Arabicas von 148,9 US-Cent/Pfund im Jänner 2009 auf stolze 162 US-Cent im März 2009 - ein Zuwachs von neun Prozent in nur drei Monaten. Auf Grund schwacher Ernten und des in den letzten Jahren weltweit stark gestiegenen Quali-tätsbewusstseins sind laut Steger weitere Rohkaffee-Preiserhöhungen bei Kaffee-Spezialitäten nicht auszuschließen. Steger: "Unter dem Motto: "Sparen ohne Qualitätsverlust" stellt café+co besonders auch in harten Zeiten Qualität und Auswahl beim Kaffee am Arbeitsplatz sicher - und das zu einem Bruchteil des Bedienungspreises. Wir werden daher die Preise für besonders hochwertige Spezialitäten im Rahmen der café+co Premium-Linie auch bei weiteren Rohkaffeepreis- und Wechselkurssteigerungen stabil hal-ten."

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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