Direkt zum Inhalt

Rosige Zukunft für die Marktforschung per Mausklick

26.04.2007

Der Online Markt- und Meinungsforschung wird von der überwiegenden Mehrheit der befragten Kommunikationsexperten ein positives Zeugnis ausgestellt. 91,3% stehen der Online Research-Methodik zumindest eher positiv gegenüber, wobei das Urteil der Betriebsmarktforscher ein wenig skeptischer ausfällt.

Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie des heimischen Online Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com, in der 264 Betriebsmarktforscher, Geschäftsführer und Kommunikationsspezialisten zu Ihrer Meinung über die Möglichkeiten und Grenzen der Marktforschung per Mausklick befragt wurden.

Trotz steigender Akzeptanz und Beliebtheit sieht sich die Online Forschung nach wie vor mit zum Teil großer Skepsis konfrontiert. Knapp die Hälfte der Betriebsmarktforscher hatte vor ihrem ersten Online-Research-Projekt mit methodischen Bedenken zu kämpfen. Welche Faktoren sind für diese Zweifel verantwortlich? Was hält Researcher davon ab, Projekte in die Hand der Online-Forschung zu legen? Das Klassement der Bedenken wird mit einem Prozentwert von 26,2% von "mangelnder Repräsentativität" angeführt, gefolgt von "schwieriger Erreichbarkeit der Zielgruppe" (8,2%) sowie "mangelnder Validität/Qualität der Ergebnisse" (7,2%). Anhand der weiteren Ergebnisse ist aber erkennbar, dass sich der "Sprung ins kalte Wasser" der Online Marktforschung trotz Zweifel lohnt: Knapp 9 von 10 Respondenten zeigen sich mit dem letzten Online-Forschungsprojekt zumindest eher zufrieden, 41,9% sogar "sehr zufrieden".

Welche Vorteile ergeben sich durch die Online Marktforschung, welche Faktoren sind die treibenden Impulsgeber für dieses "junge" Erhebungsinstrument? Die Top-Platzierung des Klassements der wichtigsten Argumente belegen "kurze Projektdurchlaufzeiten" und "rasche Feldarbeit" (81,4% Top-Box: "sehr wichtiger Vorteil"), gefolgt von "niedrigen Feldkosten" (65,5%) und einem "interessanten Preis-/Leistungsverhältnis" (46,6%).

"Die vorliegenden Ergebnisse spiegeln die besonderen Stärken der Online-Forschung wider", so Thomas Schwabl von Marketagent.com. "Der Rücklauf erfolgt meist innerhalb weniger Stunden und dadurch kann ein Feld innerhalb weniger Stunden wieder geschlossen werden. Ergebnisse innerhalb von 2 Werktagen sind somit keine Seltenheit." Die effiziente Erreichung von Nischenzielgruppen stellt einen weiteren wichtigen Aspekt der Marktforschung per Mausklick dar. Auf Basis einer Vielzahl von Merkmalen, die über die Panelteilnehmer bekannt sind, können auch schwer zugängliche Zielgruppen effizient erreicht und streuverlustfrei angesprochen werden (z.B.: Kreditkartenbesitzer aus Wien zwischen 20 und 39 Jahren). Dennoch empfinden nur 20,1% der Kommunikationsexperten den effizienten Zugang zu schwierigen Zielgruppen als einen sehr großen Vorteil. Dieser besondere Nutzen der Online Forschung wird somit laut der vorliegenden Studie noch nicht als solcher erkannt.

Online Interviews (CAWI) contra telefonische (CATI) und schriftliche Interviews (Paper&Pencil, CAPI) - welche Methoden werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen? Die Ergebnisse lassen ein deutliches Wachstumspotenzial hinsichtlich der Online Befragung erkennen. Rund die Hälfte der Respondenten ist der Meinung, Online Interviews würden in Zukunft "sehr stark" an Bedeutung gewinnen, während nur 3,0% bzw. 2,3% diese zukünftige Entwicklung für telefonische Interviews bzw. schriftliche Befragungen prophezeien. Zudem spielt die eigene Erfahrung in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle, denn "Online Research-Neulinge" (38,8%) schreiben der Online Befragung geringeres Wachstumspotenzial zu, als Kenner dieses Gebiets (52,1%). Weitere interessante Ergebnisse lassen sich in Bezug auf die Verdrängung konventioneller Marktforschungsmethoden zugunsten der Online Forschung ableiten. In 5 Jahren wird - laut Prognosen der Respondenten - der Anteil der Online Interviews auf 42,4% ansteigen, in 10 Jahren sogar auf rund 57,0%, wobei MarktforscherInnen dieser Entwicklung tendenziell skeptischer gegenüberstehen und eine langsamere Verdrängung konventioneller Methoden prophezeien (CAWI in 5 Jahren: 31,8%; in 10 Jahren: 44,2%).

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Industrie
28.09.2020

Nach fast 20 Jahren wurde das schon etwas in die Jahre gekommene Design zeitgemäß überarbeitet und präsentiert sich mit klar strukturiertem Logo.

Markenartikel
28.09.2020

Ganz im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Nutricia Milupa wird ab Oktober ein Teil des Aptamil Portfolios in Bio-Qualität angeboten. Damit geht Nutricia Milupa auf den Wunsch ...

Die Wiener Tafel, mit 21 Jahren die älteste heimische Tafelorganisation, fungiert als Schnittstelle zwischen Lebensmittelspenden und bedürftigen Menschen. Darüber hinaus will man die unnötige Entsorgung genießbarer Lebensmittel in Privathaushalten durch Informationen und mehr Vertrauen in die eigenen Sinne bekämpfen.
Thema
28.09.2020

Am 29. September ist der 1. International Day of Awareness of Food Loss and Waste, den die UN ins Leben gerufen hat. Damit macht die UN verstärkt auf das Problem der Lebensmittelverschwendung ...

Das Land Oberösterreich und Spar setzen ein starkes Zeichen für ein „GewaltFREIES Leben“: Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (Mitte), sowie Natascha Wimberger (l.), Marktleitung im Eurospar Passage City Center, und ihre Stellvertretung Rebecca Reischl (r.).
Thema
28.09.2020

„GewaltFREIES Leben – auch für Sie!“. So heißt die neue Informationskampagne des Landes Oberösterreich gemeinsam mit der Spar-Zentrale Marchtrenk. In über 250 Spar- und Eurospar-Märkten werden ...

Hofer-CEO Horst Leitner und Ventocom-Geschäftsführer Michael Krammer dürfen sich über die erste Million Kunden für ihre Marke HoT freuen.
Handel
25.09.2020

Seit mehr als fünf Jahren begeistert die Hofer Mobilfunk-Exklusivmarke HoT mit maßgeschneiderten Angeboten sowie dem Versprechen, niemals teurer, sondern nur günstiger oder besser zu werden und ...

Werbung