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Aufbauend auf das Umsatzplus von 2015 wetzen die Produktstrategen schon die Messer für Neuheiten im Bereich Wurst und Schinken.

Saftig mit Grips

08.09.2016

Entgegen allen Unkenrufen, dass Wurstesser eine aussterbende Gattung seien, hat der Einzelhandel 2015 mit Wurst und Schinken gute Umsätze gemacht.

Nach einem mengenmäßigen Tief bei Wurst und Schinken im Jahr 2014 hat sich das Segment im LEH laut RollAMA-Daten im Jahr 2015 wieder erholt und ist auf 108.203 Tonnen geklettert (nach 107.932 t 2014). Wertmäßig war der Sprung sogar noch größer: Mit beinahe 1,07 Mrd. € haben die Verkäufe im Fünfjahresschnitt einen neuen Höchststand erreicht. Q1/16 zeigt leicht fallende Tendenzen: –2,3 % bei der Menge gegenüber der Vj-Periode, –1,8 % beim Wert.

Nach wie vor am häufigsten gekauft wurde Schinken (ohne Toastschinken), gefolgt von Extrawurst und Frankfurter. An fünfter Stelle rangiert Wurstaufschnitt. Kochschinken hat im Q1/16 sowohl in der Menge als auch im Wert zugelegt. Auch bei den Einkaufsquellen hat es 2015 keine gravierenden Verschiebungen gegeben. Die Diskonter rangieren knapp unter 30% bei der Menge und etwas deutlicher unter 30% beim Wert. Die Zwei-Drittel-Position des LEH ohne Diskonter hat sich beim Wert gefestigt.

Die Menge der Bedienungsware hat neuerlich abgenommen und lag bei 28,6%. Angezogen haben in der Menge die geslicten Produkte sowie die SB-Ware, die bei 52,3% lag. Beim Wert hat die Bedienung etwas besser abgeschnitten: 38,2% des LEH-Umsatzes (ohne H/L) sind im Vorjahr dort lukriert worden. Dennoch bedeutet dieser Wert das erstmalige Rutschen unter die 40-%-Marke.

Produzentenseitige Trends sind: Schinken in bisher unüblichen Varianten, stärkere Konzentration auf Geflügelprodukte sowie in wachsendem Ausmaß fleischlose Alternativen. Fettreduzierte Produkte rücken ebenso in den Fokus wie salzreduzierte. Zum Ausgleich schlüpfen „Superfoods“ in manche Rezepturen.

Die Produkte des Sortiments finden Sie in der Handelszeitung Ausgabe Nr. 18/2016.

Autor/in:
Wolfgang Friedrich
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