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Die beiden SalzburgMilch-Geschäftsführer Christian Leeb und Andreas Gasteiger mit dem Tiergesundheitsbericht ihres Unternehmens.

SalzburgMilch als Pionier der Tiergesundheit

27.05.2019

Die Qualität eines Produktes beginnt bei seinem Rohstoff und damit bei der Gesundheit unserer Milchkühe. Die Bauern von SalzburgMilch verzichten auf ausschließliche Anbindehaltung.

Schätzungen der Branche zufolge halten österreichweit etwa 5 % der Betriebe ihre Milchkühe in ganzjähriger Anbindehaltung. Aus fachlicher und rechtlicher Sicht sollte diese Haltungsform längst der Geschichte angehören. Insbesondere werden die Bedürfnisse der Rinder nach Sozialkontakt und freier Bewegung nicht befriedigt. Im Sinne einer artgemäßen Haltung werden die Milchkühe der SalzburgMilch Bauern in Laufställen bzw. in Kombinationshaltung gehalten. Das bedeutet, dass die Kühe an mindestens 120 Tagen im Jahr Auslauf oder Zugang zur Weide haben. Von Kombinationshaltung spricht man, wenn die Rinder abwechselnd im Stall in Anbindehaltung und auf der Weide, einer Alm und/oder im Auslauf gehalten werden. Vor allem kleinere Betriebe in Berggebieten halten ihre Kühe in Kombinationshaltung, denn dort ist oft kein Platz für einen großen Laufstall.
SalzburgMilch verzichtet somit als erste Molkerei gänzlich auf die ganzjährige Anbindehaltung und unterstreicht damit ihre Pionier-Rolle auf dem Gebiet der Tiergesundheit und des Tierwohls. Die Hofberater der SalzburgMilch unterstützten bei der Planung nötiger Umbauten. Oftmals reichen bereits kleine Veränderungen, um den Auslauf für die Kühe zu ermöglichen.

Auch die Bauern profitieren

Rinder, die sich wohlfühlen, geben länger und gleichzeitig auch mehr Milch. Mit dieser höheren Lebenserwartung steigt auch die Wirtschaftlichkeit für den Landwirt. Generell führen Krankheiten zu Schmerzen und zu einem gestörten Wohlbefinden des Tieres. Eine regelmäßige Tierbeobachtung hilft Krankheiten vorzubeugen und das Tierwohl am Betrieb zu erhöhen. Die Universität für Bodenkultur Wien (Boku) stellte für die Tiergesundheitsinitiative der SalzburgMilch, basierend auf dem WelfareQuality®-Programm, ein Protokoll zur Erhebung von Tierwohl und Tiergesundheit zusammen, das auf den rund 2.600 Milchlieferbetrieben der SalzburgMilch angewendet wird. Es berücksichtigt alle Tierwohl-Prinzipien – gute Haltung, gute Fütterung, gute Gesundheit und artgemäßes Verhalten – und lässt somit eine umfassende Beurteilung der Tierwohl-Situation zu.

Überprüftes Tierwohl mit Uni-Segen

Für die Durchführung der sogenannten Tiergesundheits-Checks sind Mitarbeiter unabhängiger Kontroll- und Zertifizierungsdienstleister von der Universität für Bodenkultur geschult worden, da es bisher keine ausgebildeten Prüfer für Tierwohlkriterien in Milchviehbetrieben gab. Alle rund 2.600 Milchviehbetriebe wurden bis 31.12.2018 erstevaluiert. Die Kühe werden regelmäßig, mindestens jedoch alle drei Jahre, durch eine unabhängige Prüfstelle erneut begutachtet. Die Ergebnisse der Erhebungen werden dem Milchlieferanten zur Verfügung gestellt. Anhand des Ergebnisses kann sich der Landwirt mit allen anderen Betrieben der SalzburgMilch vergleichen. Die molkereieigene Tierärztin erarbeitet bei Bedarf anhand dieser Auswertung gemeinsam mit dem Bauern Verbesserungsmaßnahmen. Natürlich kann keine Kuh Auskunft darüber geben, was sich für sie seit der Einführung der Tiergesundheitsinitiative verändert hat. Dennoch gibt es zahlreiche Indizien dafür, dass sich das „Mehr an Bewegung“ der Kühe und das gesteigerte Bewusstsein der Bauern positiv auswirken.

Prof. Christoph Winckler und Dipl.-Ing. Josef Schenkenfelder, Boku Wien: „Der Tiergesundheitscheck der SalzburgMilch berücksichtigt etablierte Tierwohl-Prinzipien und lässt somit eine umfassende Beurteilung des Wohlergehens von Milchkühen in der täglichen Praxis zu. Mit diesem Blick direkt auf das Tier wird der Grundstein für eine nachhaltige Milcherzeugung gelegt, die gute Tiergesundheit und gutes Tierwohl voraussetzt.“

Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Handel

Die Mehrheit der Konsumenten wünscht sich Informationen über die Produktionsbedingungen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Die Mittel, um ein akzeptables Maß an Tierwohl zu erreichen, müssen aber von der Gesellschaft bereitgestellt werden. Denn am Ende entscheidet der Kunde am Regal. Hier liegt eine weitere große Aufgabe der Molkerei: als Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Handel. Der nun erschienene Tiergesundheitsbericht zeigt auf, welches Knowhow und welcher Aufwand hinter der Tiergesundheitsinitiative stehen, welche Maßnahmen seit 2017 umgesetzt wurden und wie die Ziele für die SalzburgMilch in Zukunft aussehen. www.milch.com/tiergesundheitsbericht

Stolz auf die Bauern

Christian Leeb, Geschäftsführer der SalzburgMilch: „Für SalzburgMilch liegt der Fokus klar auf dem Sichtbar-Machen dieser außergewöhnlichen Leistungen unserer Bauern. Sowohl dem Handel als auch unseren Konsumenten soll klar kommuniziert werden, dass hier eine ehrliche, nachvollziehbare und für die Tiergesundheit richtungsweisende Initiative gestartet wurde, welche die SalzburgMilch zu einem Vorzeige-Unternehmen auf diesem Gebiet macht!“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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