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Salzsorten

12.07.2002

Kochsalz (Stein- oder Siedesalz): Wird aus unterirdischen Salzlagern gewonnen. Zusätze wie Calcium- oder Magnesiumcarbonat gewährleisten eine optimale Rieselfähigkeit (müssen auf der Verpackung deklariert werden). Eignet sich hervorragend für alle, die beim Kochen & Würzen auf Jod, aber nicht auf vollen Geschmack verzichten wollen.

Meersalz hat mit seinem mediterranen Flair gute Chancen, weitere Marktanteile zu erobern. Meersalz steht speziell bei Feinschmeckern und jüngeren Konsumentengruppen mit seinem unverkennbaren Geschmack hoch im Kurs.

Vollsalz oder auch Jodsalz genannt, kann für sich beanspruchen, das wahrscheinlich älteste „functional food“, (sprich: Medizin & Lebensmittel) zu sein. Der Mineralstoff Jod spielt für die Schilddrüsenfunktion eine entscheidende Rolle. Jodmangel hat böse medizinische Folgen und läßt den Patienten im schlimmsten Fall einen unansehnlichen „Kropf“ wachsen. Noch vor 30 oder 40 Jahren war diese Erkrankung in Österreich weit verbreitet. Weil unsere Böden extrem jodarm sind und die Menschen an einer Unterversorgung litten, wurde die Idee geboren, jodiertes Salz auf den Markt zu bringen. Damit ist heute eine flächendeckende Versorgung sichergestellt. Jodsalz enthält mindestens 15, höchsten 25 Milligramm Jod pro Kilogramm Salz. Zielgruppe: Menschen, die auf ernährungsbewußtes Kochen und Würzen wert legen.

Auch Jod-Fluor-Salz ist von seiner ernährungsphysiologischen Bedeutung ein interessantes Produkt. Fluor (Kaliumfluorid) ist wichtig für die Zähne und dient der aktiven Karies-Vorbeugung. Der Fluorgehalt ist mit maximal 250 Milligramm /Kilogramm nach oben hin limitiert. Fluoriertes Salz sollte bei Kleinkindern, die Fluor-Tabletten einnehmen, zurückhaltend verwendet werden, weil eine echte Überdosierung giftig ist.

Diätsalze und Leichtsalze haben sich eine kleine, aber feine Nische erobert. Wesentliches Kennzeichen der Diät-Ware: Das in den übrigen Salzen enthaltene Natriumchlorid wird durch Kalium-, Magnesium- oder Calciumchlorid ersetzt. Dadurch reicht es geschmacklich leider nicht immer an die Erwartungen aller Verbraucher heran. Einen sehr überzeugenden, geschmacklich ansprechenden Kompromiß liefern Leicht-Salze.

Beispiel: Das Bad Ischler Kristallsalz „leicht“ hat einen um 30 Prozent geringeren Natriumgehalt und kann trotzdem mit seinem Geschmack überzeugen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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