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Ausschließlich gentechnikfreies Fleisch wird in der neuen Almo-Extrawurst verarbeitet.

Schirnhofer: 100 Prozent Gentechnikfreiheit auch bei Schweinefleisch

20.08.2014

Weltweit nehmen die Flächen auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen - vor allem Mais, Reis, Baumwolle, Raps und Soja – angebaut werden dramatisch zu. Speziell in der Schweinefleischproduktion kommen in Österreich – durch den hohen Eiweißbedarf bei der Fütterung – große Mengen an gentechnisch verändertem Soja zum Einsatz.

Die Folgewirkungen für Mensch und Tier sind nicht abschätzbar. Der steirische Fleisch- und Wursthersteller Schirnhofer zeigt nun, dass es auch anders geht und setzt –gemeinsam mit seinen heimischen Vertragsbauern auf die gentechnikfreie Fütterung bei Schweinen.

Als erstes Unternehmen in Österreich präsentiert der Fleisch- und Wurstexperte 8 Wurst- und Schinkenwaren in denen nun erstmals gentechnikfreies Premium-Schweinefleisch und Almo-Almochsenfleisch verarbeitet wurde. Diese Wurst- und Schinkenprodukte kommen außerdem ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern, künstliche Aromen, Farbstoffe, Hefen und Allergenen aus und sind gluten- und laktosefrei.

„Schon in der Vergangenheit war der Großteil der Futtermittel für die Schweine gentechnikfrei. Einzige Ausnahme stellte bislang noch der verfütterte Sojaschrot, der gvo-verunreinigt war, dar. Nun haben wir auch den Sojaschrot auf garantiert gentechnikfrei bei rund 40.000 Schweinen umgestellt und bezahlen unseren Vertragsbauern, die durch das teurere Futtermittel entstehenden, Mehrkosten zurück.“, erklärt Inhaber Karl Schirnhofer.

Wie auch schon bei den Almo-Almochsen wird ein einzigartiges Kontrollsystem (in Zusammenarbeit mit der Zertifizierungsfirma agroVet GmbH) die gentechnikfreie Fütterung überprüfen. Hierbei wird aber nicht nur auf die Gentechnikfreiheit geachtet, sondern im besonderen Maße auf die maximale Tiergesundheit.

„Wir setzen auf Vorbildwirkung. Veränderungen kann man nicht erwarten, sondern muss man selbst mitgestalten – im Hinblick auf eine bessere Zukunft für uns und die uns nachfolgenden Generationen.“, so Schirnhofer weiter. Das Resultat ist 100 Prozent unverfälschter Genuss ohne Gentechnik.

 

Folgewirkungen nicht abzuschätzen

Der meist in Monokultur stattfindende Anbau von Gentechnik-Pflanzen zerstört nachweislich die biologische Vielfalt und die kleinbäuerliche Landwirtschaft. Laien und Experten können die Folgen von gentechnikveränderten Nahrungsmittel/-komponenten heute noch immer nicht endgültig abschätzen, dennoch werden die Flächen, die mit gentechnisch-modifizierten Pflanzen bebaut werden, laufend größer. Der Markt für das benötigte Saatgut ist zudem global in den Händen weniger, mächtiger Unternehmen.

Es zeichnet sich aber immer deutlicher ab, dass es durch den Anbau von GVO´s zu einem erhöhten Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft kommt. Die Ausbreitung von resistenten Pflanzenschädlingen und sogenannten Superunkräutern (zu beobachten vor allem in den USA), die gegenüber starken Spritzmitteln resistent sind, ist dramatisch. All diese Entwicklungen stören die sensiblen, ausgewogenen Kreisläufe der Natur nachhaltig, und – über den Umweg des Futtertrogs – landen die Produkte auf den Tellern der Österreicher.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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