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Insolvenz abgewendet - jetzt werden Investoren gesucht.

Schirnhofer-Pleite abgewendet

11.02.2016

Bei der Schlussrechnungstagsatzung am Handelsgericht in Graz nahm die Mehrheit der Gläubiger den Sanierungsplan des Wurstherstellers Schirnhofer an. Damit ist die drohende Insolvenz vom Tisch und rund 200 Jobs sind gerettet.

Aufatmen beim oststeirischen Fleisch- und Wursthersteller Schirnhofer GesmbH und in der gesamten Region: Wie ORF.at und APA berichten, dürfte Schirnhofer, der im Zuge der Zielpunkt-Pleite ebenfalls in die Insolvenz gerissen wurde, gerettet  sein. Die Mehrheit der Gläubiger nahm in der Tagsatzung am Handelsgericht Graz den Sanierungsplan an. Damit sind rund 200 Jobs und jene von 30 Leiharbeitern gesichert.

Darüber hinaus werden ein oder mehrere Investoren gesucht, die eine langfristige Sanierung des Fleischwarenherstellers unterstützen sollen. Für die Einigung positiv war die Verbesserung bei den Quoten, die für die rund 280 Gläubiger von 20 auf 30 Prozent erhöht wurde. Davon sind nun 10 Prozent zahlbar binnen 14 Tagen nach rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans durch die Masseverwalterin zahlbar. Weitere 10 Prozent sollen bis 31. Jänner nächsten Jahres fließen, die restlichen 10 Prozent bis 31. Jänner 2018. Die zu berücksichtigenden Forderungen betragen rund 26 Mio. Euro, davon derzeit anerkannt sind rund 18,2 Mio. Euro. Zwar können nicht alle der vorher 270 Arbeitnehmer ihren Job behalten, aber immerhin für rund 200 Beschäftigte und 30 Leiharbeiter schaut die Sache gut aus. Auch für die oststeirischen Almo-Bauern, die Schlachtrinder vor allem aus der Region Almenlanland liefern, dürfte das Auskommen gesichert sein.

Vorangegangen war ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverantwortung der Schirnhofer GesmbH, ab dem 1. Dezember 2015, also einen Tag nach dem über die Handelskette Zielpunkt, ein Hauptabnehmer der Schirnhofer-Produkte, das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Der Betrieb bei Schirnhofer konnte aufrechterhalten bleiben, da vier Banken Fortführungskredite von rund 1,4 Mio. Euro gewährten. Die Passiva betragen laut den Kreditschützern des AKV rund 25 Millionen Euro, denen Aktiva von 10,85 Millionen gegenüberstehen.

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