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Schlecker dementiert Kreditprobleme

15.12.2011

Schlecker-Geschäftsführer Lars Schlecker dementiert deutsche Medienberichte, wonach die Drogeriekette Probleme hat, neue Kredite zu bekommen und einen Investor sucht. Kooperationen und Partnerschaften würden zwar geprüft, über Anteilsverkäufe werde aber nicht verhandelt. „Aktuell finanzieren wir den laufenden Restrukturierungsprozess aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln“, sagte der Sohn von Firmengründer Anton Schlecker dem „WirtschaftsBlatt“.

Das Geschäft in Österreich sei „absolut profitabel“, „deutlich positive Trends“ sieht er gerade im zweiten Halbjahr auch im Gesamtkonzern. Während das Jahr 2011 in Österreich „sehr erfolgreich“ abschließen werde, gehen sich im Konzern heuer aber keine schwarze Zahlen mehr aus. Der ursprünglich für 2011 angepeilte Turnaround wird auf 2012 verschoben.

Am Wochenende hatte das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet, dass Schlecker vor gravierenderen Finanzproblemen steht als angenommen. Allein im November und Dezember habe das Unternehmen aus dem schwäbischen Ehingen 600 Filialen geschlossen. Ein Sprecher des Konzerns dementierte, dass die Probleme gravierend seien, bestätigte aber, dass defizitäre Läden weiterhin zugemacht würden. Dieser Prozess solle bis zum Ende des ersten Quartals 2012 abgeschlossen werden. Dass Firmengründer Anton Schlecker einen zweistelligen Millionenbetrag aus seinem Privatvermögen zum Ausgleichen von Verlusten benutzt habe, dementierte der Unternehmenssprecher.

Vor rund einem Jahr hat bei Schlecker die jüngere Generation das Ruder übernommen. Lars und Meike Schlecker sind für die Neuausrichtung der Drogeriekette verantwortlich, die im ersten Quartal 2012 abgeschlossen sein soll. „Schon heute ist die überwiegende Zahl unserer Märkte profitabel“, sagte Lars Schlecker dem „WirtschaftsBlatt“. In Österreich sei die Entwicklung „vorbildlich“. Schlecker hält in Österreich bei 971 Niederlassungen und beschäftigt etwa 3000 Mitarbeiter.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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