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In Österreich gibt es bereits 223 Einkaufszentren - 2013 belief sich der Umsatz auf knapp 12 Mrd. Euro.

Schon 223 Shoppingcenter in Österreich

05.08.2014

Standort + Markt hat ein Update der Shoppingcenter-Landschaft Österreichs veröffentlicht. Insgesamt gab es mit Jahresanfang 223 Shoppingcenter, die gesamt über 3,7 Millionen Quadratmeter vermietbare Fläche verfügen. In der Zukunft wird es aber immer stärker um Qualität und nicht um Quantität gehen, folgern die Studienautoren.

Seit über 40 Jahren unterstützt die Standort + Markt Beratungsges.m.b.H Unternehmen bei der Suche nach den richtigen Standorten. Und regelmäßig beschäftigt sich das Beratungsunternehmen mit der Einkaufszentrum-Szene des Landes. Die aktuelle Standort + Markt-Dokumentation zeigt, dass es in Österreich derzeit 223 Shoppingcenter gibt, die insgesamt über 3,7 Mio. m² vermietbarer Fläche haben. Durch den stetigen Zuwachs an Einkaufszentren sind seit dem Jahr 2000 diese vermietbaren Flächen stark gestiegen – bei den Shopping Malls um mehr als 1,2 Mio. m² (80 % Zuwachs) und bei den Retail Parks um fast eine halbe Million (103 % Zuwachs). Da Shopping Malls tendenziell flächenintensiver sind, lässt sich daraus erkennen, dass Retail Parks in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben. Auch die Eröffnungen zeigen es: Von 2000 bis 2014 gab es bei den Retail Parks einen Zuwachs von 22 auf 91 Standorte (somit haben sich die Standorte mehr als vervierfacht), während es bei den Shopping Malls nur eine Steigerung von 104 auf 132 Standorte gab (ein Plus von knapp 30 %, allerdings auf einem höheren Level).

Stadtrandlagen sind wieder bevorzugt
Der Marktanteil der österreichischen Shoppingcenter ist dadurch in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und beträgt nun schon 23,8 Prozent. Insgesamt waren im Jahr 2013 knapp 73.000 Personen in Einkaufszentren beschäftigt, wodurch 26 Prozent der Beschäftigten im Einzelhandel bereits ihren Arbeitsplatz in Einkaufs- und Fachmarktzentren haben. Auch der Umsatz der gesamten heimischen Einkaufzentren hat stark zugelegt und belief sich 2013 auf knapp 12 Mrd. € (2012: 11,7 Mrd. €). Was den durchschnittlichen Umsatz je Quadratmeter vermietbarer Fläche betrifft, haben jedoch die Shopping Malls mit 3500 €/m² gegenüber den Retail Parks mit 2400 €/m² die Nase vorne. Veränderungen gab es im Laufe der Jahre auch bei der Standortwahl neuer Einkaufszentren. Waren die beiden Jahre 2010 und 2011 noch von Eröffnungen in innerstädtischen Bereichen dominiert, zeigen die beiden letzten Jahre 2012 und 2013 wieder eine leichte Tendenz in Richtung Stadtrandlage auf.

Den Aufenthalt noch angenehmer machen
Nach wie vor hat die Friseurbedarfskette Roma die meisten Geschäfte in Shopping Malls, gefolgt von dm drogerie markt und Tchibo/Eduscho. Bei den Retail Parks konnte die Drogeriemarkt-Kette dm aufgrund des starken Zuwachses wieder das oberste Podest erklimmen. Insgesamt ist dm in mehr als 60 Prozent aller Fachmarktzentren anzutreffen. Gleich dahinter platziert sind Deichmann und Libro. Die Shoppingcenter Österreichs wurden 2013 von über 575 Millionen Menschen besucht, was einem Besucherzuwachs von über 90 Prozent in den letzten 14 Jahren entspricht (2000: rund 300 Mio. Besucher). Dennoch geht Standort + Markt davon aus, dass der E-Commerce die Ertragslage der Einkaufszentren gefährden kann. Damit die Besucherfrequenzen auch in Zukunft noch passen, sollten nach Ansicht von Standort + Markt die Shoppingcenter ein höheres Maß an Service und Aufenthaltsqualität bieten. Gemeint sind Gesamtpakete aus Gastronomie, Möblierung des öffentlichen Raums, gute Zufahrten, praktikable Parkplatzbreiten oder Serviceeinrichtungen vor Ort. Apropos Serviceeinrichtungen: In zahlreichen älteren heimischen Retail Parks sind Toilettenanlagen noch immer keine Selbstverständlichkeit.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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