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Schweinefleisch wird teurer – Höhere Futterkosten, weniger Angebot

18.06.2008

Die Grillsaison könnte sich für die Österreicher empfindlich verteuern. Die Erzeugerpreise klettern seit Mitte April in die Höhe, hätten inzwischen aber eine vorübergehende Verschnaufpause eingelegt, erklärte der Chef der Schweinebörse, Johann Schlederer, im Gespräch mit der APA.

Für den Sommer und das kommende Jahr prognostizierte der Experte aber "deutliche Zunahmen", die zwischen 10 und 15 % liegen könnten. Im Handel werden die Preise im Juli steigen, erwartet Feinkosterzeuger Karl Schirnhofer laut "Der Standard" (Montagausgabe).
Generell, so Schlederer, seien die Schweinepreise im Frühjahr immer "im Steigen", aber heuer sei der Anstieg etwas stärker als sonst. Als Gründe für diese Entwicklung wurden die gestiegenen Futtermittelkosten und das verringerte Angebot genannt. Für das heurige Jahr rechnet der Experte mit einem Produktionsrückgang zwischen 1 und 2 %. Nächstes Jahr soll der Rückgang zwischen 4 und 5 % ausmachen.
Die Fleischwarenhersteller haben im vergangenen Monat bei den Lebensmittelketten ihre Preisforderungen deponiert, so "Der Standard". "Es geht um Erhöhungen zwischen 8 und 12 %", sagte Karl Schmiedbauer, Eigentümer des Wurstproduzenten Wiesbauer und stellvertretender Obmann der Fleischwarenindustrie.
Österreichs Fleischverarbeiter zahlen den Bauern fürs Kilo derzeit netto 1,70 Euro und damit um 31 Cent mehr als vor einem Jahr, so "Der Standard". Dies liege weit über den üblichen Marktschwankungen, erklärte Schirnhofer in dem Bericht. Für sein Unternehmen bedeute dies übers Jahr gerechnet Mehrkosten von 2,5 Mio. Euro.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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