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Selbstbedienungskonzept bei Zielpunkt-Feinkost

14.12.2010

Der Lebensmittelhändler Zielpunkt strukturiert im Feinkostbereich um und setzt auf ein neues Selbstbedienungskonzept.

Jan Satek, Zielpunkt-Chef, testet ein neues Feinkost-Konzept.

Jause, Antipasti, Brot, Gebäck, Wurst und Käse sind fixfertig verpackt zu entnehmen, die Verkäuferin hinter der Theke schlichtet die fehlende Ware nach, 10 Deka Extrawurst kann man bei ihr aber nicht bestellen.

In 61 der insgesamt 302 Zielpunkt-Filialen soll das eigene Konzept umgesetzt werden, in über 200 Geschäften arbeitet der Händler weiterhin mit dem Feinkosthersteller Schirnhofer zusammen. Die übrigen Filialen sind so klein, dass es gar keinen Feinkostbereich gibt.

„Wir wollen das jetzt einmal testen. Schirnhofer hat zwar gute Qualität, ist aber sehr hochpreisig“, sagte Zielpunkt-Chef Jan Satek bei der Neueröffnung einer Filiale in der Stiftgasse im 7. Bezirk. Der Vertrag mit dem Feinkosterzeuger läuft noch bis 2015. Ob Zielpunkt dann noch in den Händen des Sanierers BluO ist, steht in den Sternen. BluO hat die derzeit noch marode Lebensmittelkette im Mai von Tengelmann übernommen und will sie in drei bis fünf Jahren wieder verkaufen. Wenn das Angebot stimmt, aber auch schon früher, wie Satek einräumte.

Derzeit laufe alles nach Plan, heuer seien bereits drei Filialen in Wien eröffnet worden, nächste Woche folgt eine in Wels. 2011 sollen 15 neue Standorte im Osten Österreichs aufsperren. Positiv wirtschaften wird Zielpunkt aber noch nicht: Unterm Strich werden heuer bei einem Umsatz von knapp unter 500 Mio. € noch etwa 20 Mio. € Verlust erwartet.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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