Direkt zum Inhalt

So viele Passanten wie noch nie in den Wiener Einkaufsstraßen

23.02.2009

Die aktuelle Passantenzählung der Wirtschaftskammer Wien in 40 Wiener Einkaufsstraßen, die mit Unterstützung der Stadt Wien durchgeführt wurde, zeigt, dass immer mehr Menschen die Geschäftsstraßen frequentieren. Neben den Top-Lagen Mariahilfer Straße und Innenstadt konnten auch einzelne Bezirksstraßen wie die Taborstraße oder die Hietzinger Hauptstraße größere Zuwächse verzeichnen.

Nur die Hälfte der befragten Personen gibt als Motiv des Besuchs ausschließlich Einkaufen an. Die Wiener Einkaufsstraßen haben also noch ein wertvolles Kundenpotenzial. **** Alle zwei Jahre führt die Wirtschaftskammer Wien eine Zählung der Passanten in den Wiener Einkaufsstraßen durch. Bei der Zählung im Oktober 2008 (Donnerstag, 9. und Samstag, 11. Oktober) wurden in 40 Geschäftsstraßen zusammen insgesamt 1,34 Millionen Passanten gezählt. Im Vergleich mit dem Jahr 2006 bedeutet dies ein Plus von 51.000 Passanten bzw. vier Prozent. Damit wird der langjährige Trend bestätigt, dass sich die Wiener Einkaufsstraßen als attraktive Einkaufsstandorte hervorragend behaupten. Gegenüber dem Jahr 2002 konnte sogar eine Steigerung von rund 15 Prozent erreicht werden.

Verlagerung auf den Nachmittag

Bei der Zählung 2008 wurden die Zählzeiten den aktuellen Ladenöffnungszeiten angepasst. Damit wurde am Donnerstag von 8.30 bis 19.00 und am Samstag von 8.30 bis 18.00 gezählt. Aufgrund der neuen Daten lässt sich erkennen, dass es zu einer Verlagerung der Passantenströme Richtung Abendstunden und Samstagnachmittag gekommen ist. So ist die Passantenfrequenz am Samstagnachmittag um neun Prozent gegenüber 2006 gestiegen. Tageweise betrachtet haben die Passantenzahlen am Donnerstag um sechs Prozent und am Samstag um zwei Prozent zugelegt.

Positiver Trend auch bei kleinen Einkaufsstraßen

"Der Erfolg der Wiener Einkaufsstraßen basiert auf drei Säulen: Dem breiten Angebot, der guten Erreichbarkeit und der hohen Kundenfrequenz", sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Neben den unverändert guten Passanten-Ergebnissen von Mariahilfer Straße und City ist es vor allem die erfreuliche Entwicklung einzelner Bezirksstraßen, wie die Taborstraße oder die Hietzinger Hauptstraße, die den positiven Trend der diesjährigen Passantenzählung widerspiegeln. In absoluten Zahlen konnten vor allem die großen Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen an Passanten zulegen: Mariahilfer Straße +5.100, Graben +16.000 und Kärntner Straße +11.700. Aber auch kleinere Einkaufsstraßen wie die Hietzinger Hauptstraße (+4.100), die Thaliastraße (+3.600) sowie die Taborstraße (+3.000) konnten sich behaupten und hatten satte Zuwächse. Relativ gesehen sind es vor allem die kleineren Einkaufsstraßen, die am meisten dazu gewonnen haben. Besonders die Thaliastraße (+31%), die Taborstraße (+30%), die Hietzinger Hauptstraße (+26%) sowie die Josefstädter Straße (+20%). Weniger Besucher als 2006 gab es auf der Meidlinger Hauptstraße (-21%), der Praterstraße (-13%) und der Landstraßer Hauptstraße (-13%).

Innerstädtischer U-Bahnausbau steigert Attraktivität von Geschäftsstraßen

Gerade am Beispiel der Taborstraße, die seit dem Sommer 2008 mit der verlängerten U2 erreichbar ist, erkennt man die Bedeutung des Ausbaus des U-Bahnnetzes für die Entwicklung von Einkaufsstraßen. Angesichts der großen Zuwächse an Verkaufsflächen am Stadtrand und auf der grünen Wiese rund um Wien in den letzten Jahren sind diese Zahlen ein ausgezeichnetes Argument für den weiteren Ausbau der hochrangigen öffentlichen Verkehrsmittel. Verkehrsstadtrat Rudi Schicker bekräftigt diese Darstellung: "Die gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist ein unverzichtbarer Bestandteil für die positive Entwicklung der Wiener Einkaufsstraßen. Die U-Bahnen sind - wie die aktuellen Zahlen für die Taborstraße und Wagramer Straße belegen - die wichtigsten Frequenzbringer. Darüber hinaus wirkt sich die attraktivere Gestaltung des öffentlichen Raumes positiv auf die PassantInnenfrequenz aus, wie zum Beispiel die Neugestaltung des Elterleinplatzes an der Hernalser Hauptstraße. Hinzu kommen gemeinsame Initiativen wie das Projekt "Lebendige Straßen", die sich gezielt mit der Frage des Umgangs mit leerstehenden Geschäftslokalen beschäftigen und eine Fülle von innovativen Maßnahmen zur Belebung der Straßen setzen."

Einkaufsstraßen = Klimaschutz

Bei einer von der Wirtschaftskammer Wien gleichzeitig durchgeführten Passantenbefragung zeigen die Ergebnisse, dass die Kunden der Wiener Einkaufsstraßen vor allem zu Fuß (rund 33%) und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (rund 51%) anreisen. Nur zehn Prozent kommen per Auto. Hingegen reisen die Kunden von Einkaufszentren an der Peripherie zu einem Großteil (bis zu 97%) mit dem PKW an. Die Wiener Einkaufsstraßen leisten somit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Großes Kundenpotential

Interessant ist auch, dass nur rund die Hälfte der Befragten als Motiv des Besuchs ausschließlich Einkaufen angab. Die Wiener Einkaufsstraßen haben also noch ein wertvolles Kundenpotenzial. Hier setzt das seit mehr als 15 Jahren aktive Einkaufsstraßen- Management der Wirtschaftskammer Wien an, um gemeinsam mit den Unternehmern die Attraktivität der Wiener Geschäftsstraßen zu steigern, die Angebotsvielfalt zu verbreitern und entsprechendes Marketing zu betreiben. Jank: "Die Ergebnisse der aktuellen Passantenzählung sind eine Bestätigung unserer langjährigen Bemühungen um die Attraktivität der Wiener Einkaufsstraßen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gilt es, die lokale Wirtschaft zu stärken und die Wiener Unternehmer weiter zu unterstützen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Industrie
28.09.2020

Nach fast 20 Jahren wurde das schon etwas in die Jahre gekommene Design zeitgemäß überarbeitet und präsentiert sich mit klar strukturiertem Logo.

Markenartikel
28.09.2020

Ganz im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Nutricia Milupa wird ab Oktober ein Teil des Aptamil Portfolios in Bio-Qualität angeboten. Damit geht Nutricia Milupa auf den Wunsch ...

Die Wiener Tafel, mit 21 Jahren die älteste heimische Tafelorganisation, fungiert als Schnittstelle zwischen Lebensmittelspenden und bedürftigen Menschen. Darüber hinaus will man die unnötige Entsorgung genießbarer Lebensmittel in Privathaushalten durch Informationen und mehr Vertrauen in die eigenen Sinne bekämpfen.
Thema
28.09.2020

Am 29. September ist der 1. International Day of Awareness of Food Loss and Waste, den die UN ins Leben gerufen hat. Damit macht die UN verstärkt auf das Problem der Lebensmittelverschwendung ...

Das Land Oberösterreich und Spar setzen ein starkes Zeichen für ein „GewaltFREIES Leben“: Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (Mitte), sowie Natascha Wimberger (l.), Marktleitung im Eurospar Passage City Center, und ihre Stellvertretung Rebecca Reischl (r.).
Thema
28.09.2020

„GewaltFREIES Leben – auch für Sie!“. So heißt die neue Informationskampagne des Landes Oberösterreich gemeinsam mit der Spar-Zentrale Marchtrenk. In über 250 Spar- und Eurospar-Märkten werden ...

Hofer-CEO Horst Leitner und Ventocom-Geschäftsführer Michael Krammer dürfen sich über die erste Million Kunden für ihre Marke HoT freuen.
Handel
25.09.2020

Seit mehr als fünf Jahren begeistert die Hofer Mobilfunk-Exklusivmarke HoT mit maßgeschneiderten Angeboten sowie dem Versprechen, niemals teurer, sondern nur günstiger oder besser zu werden und ...

Werbung