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Sozialwirtschaftliche Kleidersammlung von Tchibo und RepaNet

11.09.2020

Seit über 14 Jahren ist Nachhaltigkeit unverzichtbarer Bestandteil der Geschäftstätigkeit von Tchibo. Im Rahmen seiner Produktverantwortung möchte das Unternehmen zusammen mit RepaNet Aufmerksamkeit für Re-Use von Textilien sowie die sozial faire und gemeinnützige Sammlung von Altkleidern schaffen. Die von RepaNet neu gelaunchte Plattform sachspenden.at stellt hier eine wichtige Orientierungshilfe für SpenderInnen dar.

Die Mitgliedsbetriebe von RepaNet garantieren, dass die Erlöse – nach Abzug der eigenen Kosten für die Sammlung und Verarbeitung – zu 100% gemeinnützigen Projekten zugutekommen.

Gebrauchte Kleidung ist wertvoll, und durch eine längere Nutzung und Wiederverwendung werden Ressourcen geschont. Doch Kleidersammler arbeiten unterschiedlich und nicht automatisch für einen sozialen Zweck – es lohnt sich also genau hinzusehen. Um die besten Möglichkeiten für eine sinnvolle Weiterverwendung und die nachhaltige Kleiderspende aufzuzeigen, haben sich Tchibo und RepaNet, der Verein für Re-Use, Ressourcenschonung & Sozialwirtschaft, zusammengeschlossen. „Tchibo möchte im Rahmen seiner Produktverantwortung Wege für eine längere Nutzung von Textilien entwickeln. Die Zusammenarbeit mit RepaNet soll der erste Schritt einer systemischen Verbesserung sein und unseren Kundinnen und Kunden Möglichkeiten des Mitwirkens aufzeigen. Wir empfehlen aus voller Überzeugung die Mitglieder von RepaNet für Spenden gut erhaltener Kleidung, da sie gemeinnützig agieren und darüber hinaus einen sozialen Zweck erfüllen“, so Harald J. Mayer, Geschäftsführer von Tchibo.

Drei Hauptziele werden durch die Partnerschaft verfolgt:

  • Mehr Bewusstsein schaffen, indem Tchibo KundInnen auf www.tchibo.at/textilverwertung über die Hintergründe der Textilverwertung und Re-Use-Möglichkeiten informiert werden und wissenswerte Tipps aus dem RepaNet-Netzwerk erhalten.
  • Soziale und gemeinnützige Kleidersammlung fördern, weshalb Tchibo die Abgabestellen der RepaNet-Mitglieder auf sachspenden.at empfiehlt.
  • Kreislaufwirtschaft in der Textilbranche verbessern, durch einen laufenden Dialog zwischen Tchibo und RepaNet.

Angesichts der ab 2025 europaweit flächendeckenden verpflichtenden Textilsammlung ist es von zentraler Bedeutung, diese möglichst nachhaltig zu gestalten – hier ist man sich bei Tchibo und RepaNet einig. Der Launch der Plattform sachspenden.at durch RepaNet ist hierbei von zentraler Bedeutung, denn sie ist eine wichtige Orientierungshilfe für SpenderInnen von Alttextilien. RepaNet vereint als Interessensvertretung österreichischer sozialwirtschaftlicher Re-Use- und Reparaturbetriebe u.a. folgende siebzehn Textilsammler unter seinem Dach: sieben Landesorganisationen der Caritas (Wien & NÖ-Ost, St. Pölten & NÖ-West, Burgenland, Steiermark, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg), Gwandolina (Osttirol), Halleiner Arbeitsinitiative – HAI (Salzburg), Integra Vorarlberg, der Verein ISSBA (Tirol), PAP – Pongauer ArbeitsProjekt (Salzburg), Rotes Kreuz Landesverband Niederösterreich, SBK – Soziale Betriebe Kärnten, Soziale Arbeit gGmbH (Salzburg) und die Landesverbände der Volkshilfe Wien und Oberösterreich. Hierbei handelt es sich durchwegs um gemeinnützige Organisationen mit sozialwirtschaftlichen Betrieben, deren Hauptaufgabe die Unterstützung von arbeitssuchenden Menschen und deren Reintegration in den Arbeitsmarkt ist.
Auf sachspenden.at findet man schnell und einfach Kleidercontainer oder Abgabestellen in der Nähe; österreichweit sind es bereits über 1.400 Möglichkeiten. Durch die Kleiderabgabe an das sachspenden.at-Netzwerk werden mehrfach positive Effekte erzielt: Ressourcenschonung durch Re-Use, 100 Prozent der Erlöse kommen dem gemeinnützigen Zweck der jeweiligen Organisation zugute und es werden Jobs für am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen in Sammlung, Sortierung und Verkauf geschaffen.

Mit gespendeter Kleidung umweltschonend umgehen

RepaNet und seine Mitgliedsorganisationen zeigen, wie sozial motivierte Kreislaufwirtschaft funktioniert: Besonders gut erhaltene Kleidungsstücke finden nach der Sortierung den Weg in die Re-Use-Shops der sozialwirtschaftlichen Betriebe – der Kleiderspende wird so ein zweites Leben geschenkt. Sie wird dort zu fairen Preisen verkauft: Sozial bedürftige Menschen bekommen gebrauchte Kleidung unter bestimmten Voraussetzungen stark reduziert bzw. gratis, alle Secondhand-Fans erhalten sie zu einem günstigen Preis. Noch brauchbare Kleidungsstücke, für die wegen der großen Sammelmengen im Inland nicht genug Nachfrage besteht, werden schließlich an seriöse Altkleiderhändler weiterverkauft. Textilien, die sich nicht für Secondhand-Märkte eignen, werden zu Putztüchern verarbeitet oder an das stoffliche Recycling abgegeben.
Die Mitgliedsbetriebe von RepaNet garantieren, dass die Erlöse – nach Abzug der eigenen Kosten für die Sammlung und Verarbeitung – zu 100% gemeinnützigen Projekten zugutekommen. „Mit dem Label sachspenden.at schaffen wir nun erstmals Sicherheit für SpenderInnen, denn der soziale Mehrwert ist garantiert. Privatwirtschaftliche Sammler erwirtschaften Gewinne, indem sie unsortierte Ware ins Ausland exportieren. Die Sozialwirtschaft hingegen arbeitet auf mehreren Ebenen nachhaltiger und schafft Mehrwert in der Region. Im Jahr 2019 konnten unsere Mitglieder 10,5% der gesamten gesammelten Ware im Inland einer Wiederverwendung zuführen – das waren fast 1.600 Tonnen, mit denen aber 60% des Erlöses erwirtschaftet wurden. Durch diese hohe Wertschöpfung im Inland kann der maximale Nutzen für die sozialen Zwecke erzielt werden“, erklärt Matthias Neitsch, Geschäftsführer von RepaNet, zentrale Unterschiede in der Alttextilbranche.

Weitere Informationen zur Wiederverwendung von Textilien, dem Nachhaltigkeitsengagement von Tchibo sowie zu RepaNet finden Sie unter:

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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