Direkt zum Inhalt
Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel: "Über Verkaufspreise reden oder Verkaufspreise absprechen, das sind zwei Paar Schuhe".

Spar-Chef Drexel sagt vor Kartellgericht aus

23.06.2014

Im Verfahren gegen Spar hat Vorstand Gerhard Drexel am Montag vor dem Kartellgericht betont, dass der Lebensmittelhändler nie über Regalpreise verhandelt habe. „Über Verkaufspreise reden oder Verkaufspreise absprechen, das sind zwei Paar Schuhe.“

 Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) wirft Spar vor, Endverkaufspreise für Produkte wie Milch durch Vereinbarungen und abgestimmte Verhaltensweisen direkt und indirekt festgesetzt zu haben. Drexel fühlte sich in einem von der BWB als Beweismittel vorgelegten „Presse“-Zeitungsartikel zu einer Pressekonferenz Mitte November 2013 falsch zitiert. Er habe ein Statement zu den Preisabsprache-Vorwürfen der Bundeswettbewerbsbehörde abgelesen. „Es kommt auf jedes Wort an.“  Drexel legte Richterin Anneliese Kodek das verlesene Statement vor.

Kodek wollte von Drexel wissen, was für ihn der Unterschied zwischen dem Sprechen und der Absprache von Verkaufspreisen sei. „Wir verhandeln definitiv über Einstandspreise, das muss ja erlaubt sein“, betonte der Spar-Chef. Wenn die Marktpreise nach unten gehen würden, dann gebe es Verhandlungen über geringere Einstandspreise. „Sobald wir sagen, wir sprechen mit Lieferanten über Verkaufspreise, machen Medien daraus eine Absprache“, kritisierte Drexel eine verkürzte Darstellung.

Ebenfalls falsch zitiert fühlte sich der Spar-Chef bei einer Handels-Tagung im Frühjahr 2011. Laut einem Branchenmagazin soll Drexel den Markenartikelherstellern ausgerichtet haben, „sich um die Letztverbraucherpreise mehr zu kümmern“. Das Zitat bezeichnete Drexel als Gerücht und dies sei möglicherweise auf normale Spannungen zwischen Spar und den Markenartikelherstellern zurückzuführen. Bei jedem Branchenevent sage er, die Preispositionierung der Markenartikler sei in der Regel zu hoch im Vergleich zu den Eigenmarken. Wenn die Markenartikelproduzenten ihre Preise senken würden, dann könne Spar die Verkaufspreise senken. „In der Regel gibt es für jeden Markenartikel eine unverbindliche Preisempfehlung.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Spar-Kaufmann Mirza Suceska und Andreas Gasteiger, Geschäftsführer von SalzburgMilch, übergeben den Spendencheck der Weltmilchtags-Aktion an Mag. Johannes Dines (in der Mitte) der Caritas Salzburg.
Handel
11.09.2020

Seit vielen Jahren nehmen Spar und die SalzburgMilch den Weltmilchtag zum Anlass eine große Spendenaktion durchzuführen. Dabei gehen pro verkaufter 1-Liter-Salzburg-Premium-Alpenmilch vier Cent an ...

Dr. Drexel und Dr. med. Hoppichler setzen sich für weniger Zucker am Schulbuffet ein.
Thema
08.09.2020

Eine frisch zubereitete Jause, reich an Nährstoffen und mit einem geringen Zuckergehalt sind jene Kriterien, die für Eltern am wichtigsten sind, wenn es um die Schuljause ihrer Kinder geht. Diese ...

Spar-Kaufmannsfamilie Suceska freut sich auf viele neue Kundschaften im Stadtteil Gnigl, Salzburg.
Handel
02.09.2020

Spar eröffnete in der Aglassingerstraße in Salzburg-Gnigl am Mittwoch, dem 2. September 2020 einen neuen Supermarkt. Geführt wird er von einem selbständigen Spar-Unternehmer: Mirza Suceska, 36, ...

Ein starkes Team: Frau Rehrl (l.) und Frau Leodolter sind die Marktverantwortlichen im Team von Spar-Kaufmann Martin Praxmarer.
Handel
25.08.2020

Frisch und modern präsentiert sich der Spar-Supermarkt von den Spar-Kaufleuten Martin und Alexandra Praxmarer in Salzburg. Der komplett modernisierte Spar -Supermarkt an der Linzer-Bundesstraße ...

Stellvertretend für die österreichischen Landwirte freut sich Familie Röbl aus Oberösterreich über die Unterstützung von Spar.
Handel
20.08.2020

Das Wohlbefinden der österreichischen Hühner und eine stabile Landwirtschaft stehen für Spar seit jeher im Vordergrund. Das erstklassige Bemühen von rund 130 österreichischen Eier-Bauern rund um ...

Werbung