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Spar: Erfolgreiches Jahr trotz Gewinnrückgang

30.04.2018

Die Gesamtkonzernbilanz für das Geschäftsjahr 2017 der Spar Holding AG zeigt wieder eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung, aber auch etwas weniger Gewinn als 2016. Trotzdem bleibt das Unternehmen der Wachstumsführer im österreichischen Lebensmittelhandel. 

Mit seinen drei Geschäftsfeldern Lebensmittelhandel, Sportfachhandel und Shopping-Center erwirtschaftete die Spar Holding AG 2017 an 3.164 Standorten in Österreich und in sieben Nachbarländern einen Bruttoverkaufsumsatz von 14,6 Milliarden Euro. Im Kernbereich des Konzerns, dem Lebensmittelhandel, erwirtschaftete Spar im Vorjahr einen Nettoumsatz von 9,7 Mrd. Euro (+7%). Auch die Eigenkapitalquote konnte von 36 Prozent auf jetzt 38,6 Prozent erneut erhöht werden. Gut gelaufen ist auch die Übernahme von rund 60 Billa-Filialen in Kroatien. Der Brutto-Verkaufsumsatz der mittlerweile 103 Standorte in Kroatien wuchs um 59 Prozent.

Kleine Einschnitte

Das Jahresergebnis von Spar sank im Vergleich zu 2016 allerdings um knapp 5 Prozent auf 243 Millionen Euro. Der Sportfachhandel Hervis aus konnte nur ein geringeres Plus erwirtschaften als vergangenes Jahr. Hier stieg der Umsatz um knapp 5 Prozent auf 415 Mio. Euro (2016: 396 Mio. Euro). Einen Umsatzrückgang von gut 2 Prozent gab es beim dritten Standbein "Immobilien/Einkaufszentren" (SES) auf 112 Mio. Euro, im Vergleich dazu waren es 2016 noch 115 Mio. Euro. Grund für diesen Rückgang ist aber die Übertragung von 50 Prozent der Anteile am Einkaufszentrum Fischapark an die Allianz-Gruppe. Ohne diesen Umstand liegt der Umsatzerlös sogar über dem Vorjahr.

Investitionen

750 Millionen Euro hat der Handelskonzern letztes Jahr in die Eröffnung neuer und in die Modernisierung bestehender Standorte, sowie in die Renovierung der Spar-eigene Berufsschule investiert. Dadurch wurde das Unternehmen besonders im Bereich der Supermärkte das achte Jahr in Folge österreichischer Wachstumsführer. Insgesamt 3.700 neue Arbeitsplätze konnte Spar vergangenes Jahr schaffen, davon alleine 1.200 in Österreich. Für 2018 sind Investitionen in ähnlicher Größenordnung geplant, ein Schwerpunkt dabei soll auf den fleischverarbeitenden Tann-Betrieben in Graz und Wörgl liegen. Ganze 80 Millionen Euro sollen in die Modernisierung und Vergrößerung der Produktstandorte fließen. Außerdem will das Unternehmen in ein neues Distributionszentrum in Italien, sowie in die Expansionen im In- und Ausland investieren.

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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