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Spar spendet unverkäufliche Lebensmittel

09.01.2020

Jedes weggeworfene Lebensmittel ist eines zu viel. In ganz Österreich arbeitet Spar deshalb freiwillig mit über 200 karitativen und gemeinnützigen Organisationen zusammen, die unverkäufliche Lebensmittel an Bedürftige weitergeben. Maßnahmen, die beispielsweise in Frankreich oder Tschechien gesetzlich vorgeschrieben werden mussten, sind bei Spar seit Jahrzehnten längst gelebte Realität.

Spar spendet in ganz Österreich nicht mehr verkäufliche, aber noch genießbare Lebensmittel an rund 200 Sozialeinrichtungen. Spar-Marktleiterin Tülün Sari-Schmid aus Mattsee mit Obmann-Stellvertreter der Flachgauer Tafel Guenther Strauss.

„Mit nur ein bis zwei Prozent ist der Anteil an nicht verkauften Lebensmitteln bei Spar erfreulich gering. Wir machen es uns bereits seit vielen Jahren zur Aufgabe, diese Menge möglichst niedrig zu halten und nicht mehr verkäufliche Ware einem guten Zweck zuzuführen. Vorrang haben dabei Sozialorganisationen, die Lebensmittel an Bedürftige weitergeben, gibt es solche in einer Region nicht, arbeiten wir auch mit Foodsharing-Organisationen zusammen, denen es vorrangig um die Lebensmittelrettung geht,“ erklärt Dr. Christof Rissbacher, Geschäftsführer der Spar-Zentrale für Salzburg und Tirol.

Jeder Spar-Markt, in dessen Umgebung es einen Sozialmarkt, eine Tafel-Organisation oder eine Foodsharing-Initiative gibt, arbeitet daher mit diesen zusammen – auf freiwilliger Basis, effizient ohne große organisatorische Aufwände und ohne gesetzlichen Zwang. Diese unbürokratische Unterstützung von Sozialorganisationen ist in den vergangenen Jahren vom gesamten Handel intensiviert worden, wie auch im Aktionsprogramm „Lebensmittel sind kostbar“ des BMNT vom August 2019 festgehalten wurde: „In den vergangenen Jahren wurden freiwillige Kooperationen zwischen Unternehmen und sozialen Einrichtungen zur Weitergabe von Lebensmitteln in verstärktem Ausmaß abgeschlossen. Deshalb steht eine gesetzliche Regelung zur Verpflichtung zur Weitergabe, wie bereits in anderen EU-Mitgliedstaaten erfolgte, derzeit nicht zur Diskussion.“ Pro Jahr werden laut Ministeriumsbericht 12.250 t Lebensmittel durch den Handel an Sozialorganisationen gespendet. Österreich ist damit EU-weit ein Vorzeigeland und Ländern weit voraus, in denen es gesetzliche Verpflichtungen für ethisch selbstverständliche Unterstützung von Sozialorganisationen braucht.

Spar österreichweit mit starken Partnern

In jedem Bundesland kooperiert Spar mit anderen Sozialorganisationen. Beispielsweise holen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland „Le+O“ der Caritas und die „Wiener Tafel“ Lebensmittel ab, in Vorarlberg ist es der Verein „Tischlein deck dich“, in Tirol unter anderem „TISO Innsbruck“ und das „Rote Kreuz“, in Salzburg „SOMA-Salzburg“ und die „FLACHGAUER TAFEL“. Die oberösterreichischen und Kärntner Märkte geben Waren an „SOMA“, das „Rote Kreuz“ oder "Food Sharing Kärnten" weiter. Spar Steiermark spendet die Lebensmittel an die „Vinzimärkte“ und die „Team Österreich Tafel“. Außerdem unterstützt Spar die Aktionsplattform Lebensmittelhandel zur Förderung der Tafelarbeit und zur Vermeidung von Lebensmittelabfall beim Verband der österreichischen Tafeln.

Lebensmittelverschwendung dort vermeiden, wo sie passiert

Laut Greenpeace stammen 42% der Lebensmittelabfälle im Rest- und Bio-Müll aus Haushalten, 39% aus der Landwirtschaft, je 17% aus der verarbeiteten Industrie und von Großverbrauchern und nur 5% aus dem Handel. Deutliche Reduktionen von Lebensmittelverschwendung wären daher in Haushalten möglich. Spar informiert regelmäßig im Kundenmagazin Spar Mahlzeit! und auf der Spar-Website unter www.spar.at/konsumententipps über Möglichkeiten, die Lebensmittelverschwendung im Haushalt zu reduzieren, wie gezielten Einkauf, richtige Lagerung sowie die Bedeutung von Mindesthaltbarkeitsdaten. Auf spar.at/mahlzeit können Kundinnen und Kunden außerdem Zutaten eingeben, die sie noch in ihrem Kühlschrank haben und erhalten Rezepte zum Reste-Verkochen.

Verkaufen, Abverkaufen, Weitergeben

Über 98 Prozent der bei Spar angebotenen Produkte werden auch verkauft – der überwiegende Teil davon zum regulären Preis. Kommt ein Produkt in die Nähe des Mindesthaltbarkeitsdatums, wird es um -25% vergünstigt abverkauft. Gelingt auch dies nicht, spendet Spar noch genießbare Lebensmittel vorzugsweise an Organisationen, die damit Bedürftige unterstützen. Gibt es diese in der Umgebung des jeweiligen Marktes nicht, kooperiert Spar mit Foodsharing, die Lebensmittel für den Eigenbedarf „retten“ und verteilen. Gelingt auch dies nicht, können Landwirte jene Lebensmittel abholen, die für die Verfütterung an Tiere zugelassen sind bzw. wird Brot zu Tierfutter verarbeitet. Reicht die Qualität dafür nicht mehr aus, werden Lebensmittel zur Biogas-Erzeugung genutzt, sofern es Anlagen in der Umgebung gibt. Der Rest an tatsächlich verdorbenen und ungenießbaren Lebensmitteln wird über die Bio-Tonne der Kompostierung zugeführt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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