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Spitz-Beitrag zum Klimaschutz: Bio-Wärme

24.07.2007

Schon beim bisherigen Probebetrieb eines Bio-Wärme-Kraftwerks in Attnang-Puchheim wurden 10.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart, nach der Fertigstellung Ende 2008 werden es gar 14.000 Tonnen pro Jahr sein.

"Wir bekennen uns zum industriellen Umweltschutz und streben die Rolle eines Öko-Pioniers an", betont Geschäftsführer Mag. Walter Schönthaler.

Die in Attnang-Puchheim ansäßige S. Spitz GmbH stellt mit 690 Mitarbeitern 300 verschiedene Lebensmittel, darunter 120 Getränke, her. Im Geschäftsjahr 2006/2007 (Ende: 31. März 2007) erwirtschaftete sie einen Umsatz von € 219 Millionen (+ 6,3 Prozent). Hohe Investitionen werden für die Modernisierung des Standortes und Maßnahmen des Umweltschutzes aufgewendet. Bereits im Vorjahr wurde eine neue Kläranlage in Betrieb genommen: Belebtschlamm und Bio-Filter sorgen seither für saubere Abwässer, die in die Ager geleitet werden.

Auf Initiative von Spitz kam es ebenfalls 2006 zur Gründung der PET to PET Recycling Österreich GmbH (gemeinsam mit Coca-Cola Beverages Austria, Radlberger, Rauch und Vöslauer). Im burgenländischen Müllendorf werden 13.900 Tonnen Kunststoffflaschen recycliert. Bei der Herstellung neuer PET-Getränkeflaschen können bis zu 30 Prozent alter PET-Flakes beigemengt werden - ein europaweit beachteter Beitrag zur Abfallvermeidung und Schonung von Ressourcen. Gesamtkosten des Projektes: € 15 Millionen.

Nicht minder bemerkenswert erscheint das 2005 gestartete Energiekonzept: Spitz gründete gemeinsam mit SHW, einem Tochterunter- nehmen der Bundesforste, ein Bio-Wärme-Kraftwerk, das mit natürlichen Biomassebrennstoffen wie Waldhackgut, Rinde, Hobel- und Sägespänen betrieben wird. Saubere Energie sichert die Dampfversorgung von Spitz und ab Herbst dieses Jahres die Belieferung der Gemeinde Attnang-Puchheim mit Fernwärme - im Sommer nächsten Jahres auch die Beheizung des öffentlichen Freibades. In der Endausbaustufe sollen 53.000 MWh Wärme und 4.500 MWh Ökostrom produziert werden. Der Ersatz von Heizöl schwer und Butan durch heimische Biomasse hilft Österreich, seinen Verpflichtungen aus dem Kyoto-Klimaschutzvertrag nachzukommen.

"Wir sind wahrscheinlich der erste Lebensmittelerzeuger Europas, der eine solche Anlage realisiert", hält Walter Schönthaler fest. Das Investitionsvolumen dieses Pionierprojektes beziffert er mit € 11 Millionen. Dass eine Vorreiterrolle mitunter auch zu Problemen führt, musste Schönthaler dieser Tage erfahren: die Zertifizierung von Spitz nach den Lebensmittelstandards IFS (Advanced Level) und BRC erfordert indirekt eine Verbannung der Firmenfahrzeuge aus dem Betriebsgelände. Die angrenzende Puchheimer Au ist Landschaftsschutzgebiet und darf nicht verbaut werden. "Wir respektieren Gesetze und Verordnungen", versichert der Spitz-Geschäftsführer, "und wir werden gemeinsam mit den Vertretern der Gemeinde und den Bürgern nach einer zufriedenstellenden Lösung suchen."

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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