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Sri Lanka

30.09.2002

Mit LK-Handelszeitung und "Das Reisekontor" ging es diesmal nach Sri Lanka einem Land der Kontraste: Jahrtausende alte Kultur, Elefanten, Buddha-Statuen, Hinduismustempel, christliche Kirchen, Palmenstrände, Teeplantagen im Hochland und natürlich entspannende Ayurveda-Massagen und kulinarische Köstlichkeiten. Text und Fotos: Andrea Knura

Flughafen Colombo. 16. Februar. 4 Uhr morgens. Der erste Eindruck von Sri Lanka, der Insel im indischen Ozean war bereits "atem(be)raubend". Die Gewürze, für die Sri Lanka - vormals Ceylon bekannt ist, liegen schwer in der heiß-feuchten Luft. Es riecht exotisch, würzig nach einer Mischung aus Zimt, Nelken, Muskatnuß, Kardamom und Ingwer. Unsere 17-Köpfige Gruppe wird herzlich empfangen von Herrn Kumara, der in den kommenden Tagen unser Reiseleiter sein wird. Via Kurunegala geht die Reise ins Landesinnere nach Sigiriya, wo wir die ersten Tage Station machen werden. Kurunegala ist die Hauptstadt der Nord-West-Provinz. Bekannt ist dieser Teil der Insel vor allem für Kokosplantagen, Reiskulturen und seine ca. 1.500 künstliche Seen. Der erste künstliche See wurde 400 v.Ch. von König Pandukabaya angelegt. Damals entstanden insgesamt 3.500 Seen von denen wie erwähnt 1.500 mit einem umfangreichen Kanalsystem heute noch in Takt sind. Auf der ganzen Insel gab es 120.000 Seen, 20.000 dieser Seen bestehen noch heute und zeugen von der damaligen kulturellen Größe des Landes. Das Wasser für die Seen stammt aus 4 Flüssen, die im Hochland entspringen. Das Wasser der Flüsse wird vor allem auch für die Energiegewinnung genutzt. 90 % des Stroms wird in Wasserkraftwerken generiert. Die ausbleibenden Regenfälle bekam unsere Gruppe hautnah zu spüren. Immer wieder kam es zu kurzen Stromausfällen. Auch in der Stadt nimmt man abends eine Taschenlampe mit, da die Straßenbleuchtung, wie gesagt, nicht immer funktioniert.
Sri Lanka ist ein Land der Mythen: So erzählt uns Kumara, dass die Stadt Kurunegala in der Übersetzung Elefantenfelsenstadt heißt. Die Legende besagt, dass während einer Dürreperiode ein Elefant, eine Schildkröte, eine Ziege und eine Biene gekommen sind um Wasser zu suchen. Als sie in der Nähe der Stadt waren fanden sie einen Brunnen, der einer Zauberin gehörte. Sie fürchtet sich vor den Tieren und hatte Angst, dass sie den Brunnen zerstören würden, versteinerte den Elefanten, den man jetzt noch als Felsen sieht. Die anderen Tiere wurden ebenfalls versteinert und gaben den Städten der Umgebung die Namen. Dieser Teil des Landes liegt auf ca. 450 m über dem Meersspiegel und ist dominiert von Reiskulturen. Der Reisanbau hat ebenfalls eine lange Tradition in Sri Lanka. Bereits im Jahr 1200 exportierte man Reis ins Ausland, vor allem nach Burma. Reis ist heute kein entscheidender Wirtschaftsfaktor mehr. Dominiert wird der Export von der Textilindunstrie, an zweiter Stelle folgen Edelsteine. Immer mehr Bedeutung kommt dem Tourismus zu. Die politische Lage ist stabil. Von den Tamilen-Unruhen im Norden des Landes spürt man nichts und nach Auskunft von Kumara stabilisiert sich die Lage zunehmend.
In nur sieben Tagen haben wir, Dank der ausgezeichneten Reiseleitung, mehr als nur einen Eindruck vom Leben in Sri Lanka bekommen. Es war aber auch ein "hartes Stück Arbeit" - hat sich aber mehr als gelohnt. Um 6 Uhr aufstehen und die Felsenfestung aus dem 5. Jahrhundert erklimmen - war für mich das Größte. "Alleine" auf einem Felsen stehen, die Nebel heben sich aus dem Urwald - nicht mal fliegen ist schöner, als so einen Augenblick erleben zu dürfen.
Weiter Höhepunkte der Reise waren der Ausflug nach Polonnaruwa. "Galvihara", welches aus drei strahlenden Statuen Buddhas besteht, die alle aus einem Stein gehauen wurden. Die Felsenhöhlentempel in Dambulla. Der Besuch eines Ayurvedischen Gewürzgartens. Das Haus einer einfachen Familie. Der Zahntempel in Kandy. Zugfahrt ins Hochland. Teeplantagen in der Umgebung von Nurawa Eliya, einer Stadt, die geprägt ist vom Einfluß der Englischen Kolonialherrschaft. Und zum Abschluß: Ein Seele-Baumel-Tag im Ayurveda-Hotel Palm-Bay Club.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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