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Bundesministerin, Margarete Schramböck, Bundeskanzler Sebastian Kurz, Bundesmnister Norbert Hofer und Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal beim Pressefoyer nach dem Ministerrat

Standortpaket: Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung

08.03.2018

Die Regierung hat sich ein neues Staatsziel gesetzt: Wirtschaftswachstum. Von weniger Bürokratie und Deregulierung soll der Einzelhandel erstmals profitieren. In die Zukunft investiert wird mit einem Lehrberufspaket, das auf Digitalisierung fokussiert ist.  

„Es braucht weniger Bürokratie und Deregulierungen. Gerade die kleinen und mittleren Betriebe Österreichs leiden unter einer Flut von Verordnungen und Auflagen. Ebenso muss der Fachkräftemangel bekämpft werden. “, stellt Bundeskanzler Sebastian Kurz fest. Erste Forstschritte dafür, soll das gestern im Ministerrat beschlossene Wirtschaftspaket bringen. Einen symbolischen Schritt macht die Regierung vor allem indem sie „Wirtschaftswachstum“ zu einer Staatszielbestimmung auf Verfassungsrang macht.

Ein starkes Signal für weniger Bürokratie ist laut Handelsobmann  Christian Buchmann, dass von der „Offensive für den Wirtschaftsstandort Österreich“ erstmals der Lebensmittelhandel profitiert. „Insbesondere die Erweiterung der Genehmigungsfreistellungsverordnung bedeutet für den Handel mehr Freiheit“, hebt Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Das bedeutet, dass bei der Errichtung von Anlagen bis zu einer Betriebsfläche von 600 Quadratmeter keine Genehmigung mehr erforderlich ist. Davon würden, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, rund 18 000 Unternehmen in Österreich profitieren.

Neue Berufsbilder

Insgesamt 13 neue Lehrberufe werden mit dem Lehrberufspaket 2018 geschaffen, mit dem der Fachkräftemangel in Österreich bekämpft werden soll. Denn derzeit suchen mehr als zwei Drittel aller Unternehmen qualifizierte Angestellte.

Neben neuen Berufsbildern, wie Bautechnische Assistenz, Maskenbildner und Zahntechnik werden auch neue Lehrstellen geschaffen, die dem digitalen Zeitalter entsprechen. „Besonders wichtig ist der neue Fokus auf Lehrberufe im digitalen Umfeld wie der E-Commerce-Kaufmann und der Medienfachmann mit Online-Schwerpunkt. ", begrüßen die ÖVP-Europaabgeordneten Heinz K. Becker und Paul Rübig die Bildungsmaßen. Handelsverbands-Geschäftsführer Rainer Will ist voll auf ihrer Linie: „All das sind sinnvolle Schritte, um unsere wichtigste Ressource – die Menschen – auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. Wir sind überzeugt: Die neue E-Commerce-Lehre wird zu noch mehr Beschäftigungswachstum im Handel führen und endlich Unterstützung für jenen digitalen Strukturwandel bieten, den die gesamte Branche durchläuft.“

Um die potentiellen Lehrlinge zu motivieren planen die Minister eine Lehrlingskampagne als Teil des Programms. Vor allem die Lehre mit Matura soll attraktiver gemacht werden. Momentan nützen nur neun Prozent der Auszubildenden diese Chance.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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