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Der Lebensmittelhandel Kooperiert mit Jungunternehmen

Start-ups, die Innovationstreiber

11.04.2018

Obwohl E-Commerce Riesen neue Branchen erobern, versuchen immer mehr Start-ups am Markt durchzustarten. Die Jungunternehmen scheinen den Markt mit ihren neuen Ideen tatsächlich zu bewegen, denn 2017 war ein erfolgreiches Jahr für Newcomer.

Der stationäre Handel gerät durch Online-Giganten unter Druck. Ein gutes Beispiel dafür ist Amazon, dem Handel ordentliche Konkurrenz macht, mittlerweile auch dem Lebensmittelhandel. Der Online Lieferdienst des Internethändlers wächst immer weiter. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Amazon mit der französischen Handelskette Monoprix kooperiert. In den USA wurde bereits mit Amazon Go der erste eigene Supermarkt eröffnet. Trotz dieser Umbrüche versuchen mehr und mehr spezialisierte Jungunternehmen am Markt Fuß zu fassen und dass mit Erfolg. Laut dem Ergebnis des Ernst & Young Start-up-Barometers haben Kapitalgeber im vergangenen Jahr Rekordsummen in europäische Start-ups investiert: Der Gesamtwert der Start-up-Finanzierungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 84 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. Österreichs Newcomer-Unternehmen haben 2017 rund vier Mal so viel Geld durch Finanzierungsrunden eingenommen als 2016. Damit belegt die heimische Start-Up Szene Rang 14 im europäischen Vergleich.

LEH auf Partnersuche

Die Ergebnisse zeigen, dass die Neustarter mittlerweile ein fester Bestandteil des Marktes sind. Denn einige der neuen Geschäftsmodelle, die die kreativen Köpfe liefern, ermöglichen dem Handel die Umsetzung der Digitalisierung, erklärt das Online-Fachmagazin „EHI rt retail technology“. Genau darum versuchen viele Händler die potentiell nützlichen Unternehmen gerade in deren Gründungsphase durch Unterstützungen an sich zu binden. Rewe hat schnell erkannt, dass die Zusammenarbeit mit Newcomern viele Möglichkeiten bietet. So startet Billa in Kürze einen Start-Up Pitch, dessen Gewinnern die Möglichkeit auf nationale Produktlistungen winkt. Merkur hat sich dem Kärntner Start-Up „MyAcker“ angenommen, die gleichnamige App bietet einen Online-Garten. Nutzer können ganz einfach via Handy, PC oder Tablet ihr eigenes Obst und Gemüse pflanzen, dass dann direkt nach Hause geliefert wird. Auch Spar folgte dem Trend und erweiterte sein Bio-Sortiment mit der Start-Up Marke „Nussyy“, mit hochqualitativen Produkte für eine gesunde Ernährung. Die Drogeriekette dm unterstützte die Entwicklung der Haarpflegeserie „Langhaarmädchen“. Auch Großhändler Metro bietet Start-ups die Chance, sich am Markt zu präsentieren. Nach Deutschland gibt es nun in drei heimischen Metro-Märkten (Vösendorf, St. Pölten, Dornbirn) sogenannte Start-up-Regale, wo neue Unternehmen Innovationen und Produktneuheiten vorstellen können. 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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