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Streit um den Goldhasen

06.04.2011

Im jahrelangen Streit um die Markenrechte an einem goldenen Schokolade-Osterhasen mit roter Schleife hat der Schweizer Konzern Lindt beim Handelsgericht Wien einen möglicherweise entscheidenden Sieg gegen den burgenländischen Hersteller Hauswirth errungen.

Das Handelsgericht habe dem Klageantrag am Donnerstag vergangener Woche stattgegeben. Hauswirth müsse Produktion und Vertrieb seines Schokoladenosterhasen einstellen. Begründet wurde dies damit, dass „Verwechslungsgefahr“ mit der von Lindt & Sprüngli eingetragenen und EU-weit geschützten Marke „Goldhase“ bestehe. „Der ‚Goldhase’ ist eines unserer wichtigsten Produkte.

Wir freuen uns daher sehr über das Urteil des Handelsgerichts Wien. Unsere Auffassung, dass Hauswirth unsere Markenrechte verletzt hat, wurde dadurch bestätigt", erklärte am Montag Adalbert Lechner, der für Österreich und Deutschland zuständige Geschäftsführer der deutschen Tochtergesellschaft von Lindt & Sprüngli. Der Vorwurf der Firma Hauswirth, Lindt & Sprüngli habe seine Marke „bösgläubig“ angemeldet und verfolge nur das Ziel, andere Mitbewerber zu behindern und vom Markt zu drängen, sei vom Gericht als „unberechtigt“ abgewiesen worden. „Wir hoffen, dass mit diesem Urteil das Verfahren nun endgültig abgeschlossen ist“, so Lechner.

 

Kampf um den Goldhasen

Lindt & Sprüngli stellt den „Goldhasen“ seit 1952 her, seit 1994 wird er in Österreich vertrieben. 2000 ließ sich die Firma den „Goldhasen“ als Gemeinschaftsmarke EU-weit schützen. Man gehe „nur gegen solche Wettbewerber vor, deren Schokoladenosterhasen dem Produkt „Goldhase“ zum Verwechseln ähnlich sind, weil damit Verbraucher in die Irre geführt würden. Der Schokoladen-Zwist beschäftigt die Gerichte seit 2004. Lindt hatte damals eine Klage gegen Hauswirth eingebracht, weil der burgenländische Osterhase mit der roten Schleife dem Lindt-Hasen zum Verwechseln ähnlich sehe. Bei der Firma Hauswirth zeigte man sich am Montag kämpferisch: „Wir werden definitiv Berufung einlegen, weil wir der Meinung sind, dass sich unsere Rechtsansicht im weiteren Lauf des Prozesses durchsetzen wird“, sagte Geschäftsführer Roman Hauswirth zur APA.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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